Schwarzgeldkasse: Unterschied zwischen den Versionen

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* [http://www.focus.de/politik/deutschland/bremen-willi-wackelt_aid_207558.html / ''Willi wackelt - focus.de'']
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* [http://www.focus.de/politik/deutschland/bremen-willi-wackelt_aid_207558.html/ ''Willi wackelt - focus.de'']

Version vom 4. April 2009, 05:32 Uhr

Am 14. September 2001 erstatte Werder Bremen Selbstanzeige beim Finanzamt. Die Norddeutschen unterhielten jahrelang eine schwarze Kasse bei der BFG-Bank Luxembourg, aus denen Geld an ausländische Personen im Zusammenhang mit dem Kauf von ausländischen Spielern gezahlt wurde.

Verlauf

Auslöser der plötzliche Selbstanzeige waren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bremen 2001 gegen die BfG-Nachfolgebank SEB wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Im Zuge der Ermittlungen der Steuerfahndung stellte sich heraus, dass zwischen 1980 und 1988 verschiedene Freunde des Vereins 600 000 Mark für "schlechte Zeiten" gegeben hätten, heimlich und offenbar ohne entsprechende Spendenquittungen, behauptet der damalige Werder-Anwalt Burkard Plenge. Das Geld sei dann in einem Tresor gesammelt worden und später in einem Depot der BfG Bank Luxembourg versteckt worden. Dieses Depot wurde weder beim Finanzamt gemeldet, noch in den Büchern des Vereins eingetragen. Es lief auf den Namen des damaligen Geschäftsführers Wolfgang Barkhausen, das Geschäft mit der Bank soll laut Unterlagen jedoch der damalige Werder-Manager Willi Lemke eingefädelt haben.

Es sind zwei Fälle bekannt, bei denen das Geld aus diesen schwarzen Kassen eine Rolle spielte.

Der Transfer Wladimir Bestschastnychs von Spartak Moskau zu Werder Bremen ist ein Bestandteil der Affäre um Schwarzgelkassen bei Werder Bremen. 1994, im Jahr des Bestschastnych-Wechsels, bezahlte der Verein 700.000 DM der Gesamttransfersumme von 1,9 Mio. DM aus dieser Schwarzgeldkasse.

Der Ailton-Transfer vom mexikanischen Verein Universidad de Nuevo León zu Werder Bremen im Jahr 1998, steht ebenfalls im Schatten von Zahlungen aus der bis dahin unbekannten Schwarzgelkasse bei Werder Bremen. Ein gewisser "Pedro Babb" forderte 180.000 Mark in bar neben der vereinbarten Transfersumme. Schlussendlich zahlte Werder Bremen nach Verhandlungen 120.000 Mark aus der Schwarzgeldkasse an diese Person.

Werder Bremen entging einem Gerichtsverfahren durch die Selbstanzeige und die Nachzahlung der hinterzogenen Steuern auf die Zinsen.

Wer "Pedro Babb" ist, konnte bis heute nicht geklärt werden. Die beteiligten Personen schweigen.[1]

Einzelnachweise

  1. "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" spiegel.de, 17. Mai 2004

Weblinks