Bremen

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Bremen - Gründungsgeschichte

Nach einer Sage von Friedrich Wagenfeld: „Die Gluckhenne“
Heimatlose Fischer sollen, als sie auf der Flucht vor Feinden bei schlechtem Wetter von der Weser her eine trockene Bleibe für sich und ihre Familien an Land suchten, eine Glucke mit Küken beobachtet haben, die sich im Schein der untergehenden Sonne im Heidekraut auf einer Düne für die Nacht in Sicherheit brachte. Die Fischer deuteten ihre Beobachtung als Zeichen ihrer Götter. Sie folgten den Tieren, davon ausgehend, dass wo Hühner leben können, dies auch für Menschen möglich sein muss Sie fanden einen solch angenehmen Platz vor, dass sie sich entschlossen, dort Hütten zu bauen und die Düne zu einem "Hort der Freiheit" zu machen.



Mit der Expansion des Frankenreiches unter Karl dem Großen im 8. Jahrhundert trat auch Bremen in das Licht der Geschichte. Um 1230 besaß die Stadt bereits ca. zehn- bis fünfzehntausend Einwohner. Der allgemeine Wohlstand Bremens zu Beginn des 14. Jh. zog Menschen aller Schichten und Stände von außen in die Stadt. In dieser Zeit (1366) tauchte auch der Schlüssel des heiligen Petrus, des Schutzpatrons des Doms, erstmals im Stadtwappen Bremens auf. Erst in der Folgezeit entwickelte sich Bremen nach Lübeck und Köln dann sehr schnell, und das in heftiger Konkurrenz zu Hamburg, zum drittstärksten Mitglied im Städtebund.

Wichtige Handelsgüter waren Getreide, Holz, Steine und Salz. Als ein besonders erfolgreiches Ausfuhrprodukt erwies sich schon damals das in Bremen gebraute Bier.

1813 wurde Bremen als Freie Reichsstadt bestätigt.



Bremen - heute

Wegen „Beer, Girls and Football“ sei Bremen im letzten Jahr zum Ryanair-Standort geworden. Das behauptet jedenfalls, mit einem zwinkernden Auge, der Chef der irischen Fluggesellschaft Michael O’Leary. Nun, tatsächlich mögen viele als erstes an das Bier aus den grünen Flaschen und den großen Fußballverein Werder Bremen denken, wenn sie den Namen der Hansestadt hören. Wer jedoch Bremen schon einmal besucht hat, weiß dass es außer den Stadtmusikanten noch mehr zu bieten hat als die drei Argumente, die der Ire in seinem Statement aufführt.


Immerhin schaut Bremen auf eine über 1200 Jahre alte Geschichte zurück. Geht man durch die Stadt hindurch, kann man viel von dieser Geschichte sehen. Das Schnoorviertel zum Beispiel ist eine der vielen Anziehungspunkte für Touristen. Durch die engen Gassen zwischen den historischen Häusern zwängen sich täglich tausende von Besuchern der maritimen Hansestadt hindurch. Oder die Böttcherstraße, die den historischen Marktplatz und das Weserufer verbindet. Sie war früher die Handwerkergasse der Stadt. Heute ist sie Kunst- und Kulturzentrum.

Doch nicht nur für Touristen, die auch dank Ryanair immer öfter aus dem Ausland kommen, ist Bremen ein interessantes Ziel, sondern auch für die Wirtschaft. Mit Bremerhaven, die zweite Stadt des Landes Bremen, ist die Hansestadt ein wichtiger Standort der deutschen Industrie. Mit der Hafenstadt an der Nordsee hat Bremen Europas größte Auto-Drehscheibe vor der Tür. Jedes Jahr werden hier rund 1,4 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen. Zudem wird Bremen immer mehr zum Dienstleistungs- und High-Tech-Standort sowie zur Kongress- und Messestadt.



Luft- und Raumfahrt
Neben der Automobilindustrie ist auch die Luft- und Raumfahrt in Bremen vertreten. EADS baut hier mit Airbus Teile für seine Flugzeuge. Airbus Deutschland bietet in Bremen 160 Lehrstellen. Astrium, auch eine EADS-Tochter fertigt mit rund 1000 Mitarbeitern Teile für die Erforschung des Weltraums.


Daimler bietet die meisten Plätze
Ein ansässiges Unternehmen ist zum Beispiel die Daimler AG mit ihrem zweitgrößten Werk in Europa. Hier rollen unter anderem Modelle der Mercedes C-Klasse vom Band.


Die ganze Welt unter einem Dach
Auch für Freizeitaktivitäten ist in Bremen großzügig gesorgt. Bis man die Stadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten und Museen erkundet hat, dauert es eine Weile. Das Überseemuseum gehört wohl zu den berühmtesten der vielen Sammlungen in der Stadt.

Möchte man Wissenschaft als Abenteuer erleben, ist man im „Universum Bremen“ im Stadtteil Horn-Lehe richtig. Hier kann man in einem Entdeckerpark, einem Science Center und einer Schaubox versuchen die Welt zu verstehen.


Grüne Lunge
Wer sich gerne im Grünen aufhält, fühlt sich sicher im Bürgerpark am wohlsten. Ob zum Sport oder zum Relaxen bei Spaziergängen – zum Durchatmen muss man eigentlich nur in die Stadtmitte fahren. Dort erstreckt sich Bremens grüne Lunge kilometerweit und bietet große Liegewiesen sowie Lauf-, Rad- und Reitwege. Tolle Orte zum Durchatmen, Träumen und Relaxen bietet auch die Weserpromenade. Von der Stadtmitte aus kann man kilometerweite Spaziergänge am Osterdeich genießen.



Clubs und Nachtleben
Ebenso kommen Nachtschwärmer in Bremen auf ihre Kosten. Die Dichte an Clubs und Diskotheken kann sich durchaus sehen lassen. Rund 1000 Bars, Bistros, Cafes und Restaurants sorgen für eine Vielfalt an Gastronomie. Durchaus sehen lassen kann sich auch Bremens kleine aber feine Szenegegend, die unter den Bremern schlicht „Das Viertel“ genannt wird. Zwischen Stadtzentrum und Weserstadion reiht sich hier Kneipe an Kneipe, Bar an Bar und Club an Club.


Hochschulstadt
Bremen ist nicht nur Wirtschafts- und Kulturstandort. Bremen ist auch eine Hochschulstadt. 20000 Studienplätze sind allein an der Universität Bremen. Hinzu kommen die der Hochschule Bremen, die der Hochschule für Künste und die der Hochschule für Öffentliche Verwaltung. Zudem gibt es noch zahlreiche private Hochschulen in der Stadt. Die Bremer Uni gilt als das Wissenschaftszentrum im Nordwesten Deutschlands. Man hat hier die Wahl zwischen 80 Studiengängen.



Bremen - größte SambaMetropole Europas

Während sich zur Kanevalszeit die Hamburger aus Winterfeldts-WELT-online-Twitter Pappnasen basteln, feiern die Bremer jedes Jahr im Februar das größte Samba-Festival Europas.
Anders als bei den etablierten Umzügen wie z.B. dem Kölner Karneval, kommt es den Initiatoren des Bremer Karneval nicht vordergründig auf den Schaucharakter des Umzugs an, sondern auf die Begegnung. Mit über 1000 Teilnehmern aus Hamburg, Oldenburg, München, Frankfurt, Berlin, Hannover, Köln, Kiel und Düsseldorf, sowie aus Holland, Österreich und der Schweiz feiert ganz Bremen das größte und einzigartige Samba-Festival Europas. Nach dem morgendlichen Umzug der Sambagruppen durch die Innenstadt, finden abends im Bremer Viertel unzählige großartige und spontane SambaSessions auf den Straßen oder Kneipen statt.



Sonstiges über Bremen

  • Das Bremer Temperament ist bekanntermaßen etwas sachlich bis unterkühlt. Der Bremer an sich geht zum Lachen gerne in den Keller. Sollte die Weser wiedermal überschwappen, geht der gemeine Bremer zum Lachen in die HSH Nordbank Arena


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