Werder Bremen: Unterschied zwischen den Versionen

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{{Infobox Fußballklub  |
 
  image = [[Bild:SV-Werder-Bremen-Logo.svg|100px]]|
 
  kurzname = SV Werder Bremen |
 
  langname = Sportverein Werder Bremen <br /> von 1899 e. V. |
 
  gegründet = [[4. Februar]] [[1899]] |
 
  vereinsfarben = Grün-Weiß |
 
  stadion = [[Weserstadion]] |
 
  plätze = 42.354 |
 
  präsident = [[Klaus-Dieter Fischer]] |
 
  trainer = [[Thomas Schaaf]] |
 
  homepage = [http://www.werder.de/ www.werder.de] |
 
  liga = [[Fußball-Bundesliga]] |
 
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}}
 
[[Bild:svwerder-tabellenpositionen.jpg|thumb|250px|Erstligapositionen Werder Bremens]]
 
Der '''SV Werder Bremen''' ist ein traditionsreicher [[Deutschland|deutscher]] [[Sportverein]] mit über 34.000 Mitgliedern<ref>werder.de: [http://www.werder.de/index.php Mitgliederzahl nach Vereinsangaben]</ref>, dessen Lizenzspielerabteilung in den letzten Jahren national wie international zu den erfolgreichsten Mannschaften der [[Fußball-Bundesliga]] gehörte: Neben vier Deutschen Meisterschaften und fünf DFB-Pokal-Siegen steht ein Gewinn des Europapokals der Pokalsieger 1992 zu Buche. Der Club ist Gründungsmitglied der Bundesliga und gehörte dieser mit Ausnahme der Spielzeit 1980/81 durchgehend an.
 
  
Am 4. Februar 1899 als ''Fußballverein Werder von 1899'' gegründet, bietet er heute neben Fußball [[Handball]], [[Leichtathletik]], [[Tischtennis]], [[Turnen|Turnspiele]], [[Gymnastik]] und [[Schach]] an. Werder Bremen besteht nach der Ausgliederung profitorientierter und leistungssportlicher Abteilungen des Gesamtvereins am 27. Mai 2003 aus dem für den Amateursport zuständigen gemeinnützigen ''Sport-Verein Werder von 1899 e.&nbsp;V.'' und der unter anderem für den Profifußball verantwortlichen ''Werder Bremen GmbH & Co. KGaA''.
 
 
Der Vereinsname ist vom an der [[Weser]] gelegenen [[Stadtwerder]] abgeleitet, auf dem sich das erste Trainings- und Spielgelände des Vereins befand. Das Wort ''[[Werder (Landschaft)|Werder]]'' bezeichnet eine Flussinsel oder das Land, das von einem Fluss aufgeschwemmt wurde, wie der ''Peterswerder'', auf dem sich das heutige Bremer [[Weserstadion]] befindet, in dem Werder Bremens Fußballprofis ihre Heimspiele austragen.
 
 
== Geschichte ==
 
=== 1899–1947: Von der Gründung und den ersten Jahrzehnten ===
 
[[Bild:FV Werder Bremen logo 1899.jpg|thumb|150px|Erstes Vereinslogo:<br /> ''Fußballverein Werder von 1899'']]
 
Am 4. Februar 1899 gründeten 16-jährige Schüler aus handelsbürgerlichen Kreisen mit dem ''Fußballverein Werder von 1899'', einem reinen Fußballverein, den Vorläufer des heutigen SV Werder Bremen. Sie hatten bei einem Tauzieh-Wettbewerb einen Fußball gewonnen und mit diesem erstmalig am Stadtwerder gespielt, wodurch der Grundstein für den ''FV Werder Bremen'' und dessen Namen gesetzt wurde.<ref>Wallenhorst 1998, S. 103</ref> Bereits im Dezember 1899 trat der FV Werder dem [[Verband Bremer Fußball-Vereine]] bei. In den ersten Jahren durften nur Männer Mitglied werden, die eine höhere Schulbildung nachweisen oder eine Zweidrittelmehrheit im Vorstand für sich gewinnen konnten.<ref name="die Zeit 12. Mai 2007">zeit.de: [http://www.zeit.de/online/2007/20/werder-bremen ''Lebenslang Grün-Weiß'' - geschichtlicher Überblick von Christoph Seils am 12. Mai 2007]</ref> 1903 wurde der Verein mit drei Mannschaften erstmals in allen drei existierenden Spielklassen Bremer Meister und war 1905 der erste Bremer Klub, der Eintrittsgelder verlangte und sein Spielfeld einzäunte.<ref name="Vereinsgeschichte (Englisch)">werder.de: [http://www.werder.de/english/club/chronicle.php#1 Die Vereinshistorie (Englisch, dort ausführlicher)]</ref> Der ''FV Werder Bremen'' qualifizierte sich 1912 als einziger Bremer Verein für die neu gegründete Norddeutsche Verbandsliga, an der er ab 1913 teilnahm. Der Verein musste sich in dieser Zeit gegen nationalistische Tendenzen, vor allem aus der Turnerbewegung, zur Wehr setzen, die den Fußball für einen „Unsport“ und wegen seiner englischen Herkunft für „undeutsch“ hielten.<ref name="weltfussball Vereinshistorie">weltfussball.de: [http://www.weltfussball.de/teams.php?m_id=202&modus=1 Überblick über die Vereinshistorie]</ref> Trotzdem wurde während des Ersten Weltkrieges der Spielbetrieb weitergeführt und 1916 erneut die Bremer Meisterschaft gewonnen.
 
 
Anders als einige andere Vereine überstand der ''FV Werder'' trotz vieler gefallener Mitglieder die Kriegsfolgen, was vor allem dem Engagement des damaligen Vorsitzenden Hans Jarburg zu verdanken war.<ref name="Vereinsgeschichte (Englisch)">werder.de:[http://www.werder.de/english/club/chronicle.php#1 Die Vereinshistorie (Englisch, dort ausführlicher); Jarburg wird dort auf Englisch als ''manager'' bezeichnet.</ref> Nach dem Krieg wurde mit der Neustrukturierung des Vereins begonnen. Ab 1919 durften auch Frauen Mitglieder werden; ein Jahr später erfolgte, dem Trend der damaligen Zeit entsprechend, die Erweiterung vom Fußball- zum Sportverein mit unter anderem einer Tennis-, Leichtathletik- Schach- und damals auch [[Baseball]]- und [[Cricket]]abteilung.<ref name="Vereinsgeschichte (Englisch)">werder.de:[http://www.werder.de/english/club/chronicle.php#1 Die Vereinshistorie (Englisch, dort ausführlicher)</ref><ref name="die Zeit 12. Mai 2007">zeit.de: [http://www.zeit.de/online/2007/20/werder-bremen?page=3 ''Lebenslang Grün-Weiß'' (S.3) von Christoph Seils am 12. Mai 2007]</ref> Dem entspricht die im gleichen Jahr durchgeführte Umbenennung in ''Sportverein Werder Bremen von 1899'', wobei Fußball weiterhin die wichtigste Sportart innerhalb des Vereins blieb. Waren die Mitgliederzahlen vor dem Ersten Weltkrieg nicht über die Grenze von 300 hinausgekommen, stieg die Anzahl jetzt zeitweilig auf über 1000.
 
 
Als erster Bremer Verein  engagierte er 1922 mit dem Ungarn Franz Konya einen professionellen hauptberuflichen Trainer, der aus dem ''Sportlehrerfond'' finanziert wurde. Die damalige [[Hyperinflation]] und Werders daraus resultierenden Finanzprobleme resultierten in der baldigen Trennung. 1924 kehrte Konya zurück an die Weser.<ref>Wallenhorst 1998, 154 f.</ref> Ab 1921 spielte Werder in der ''Westkreisliga'', der damals höchsten Spielklasse. In der ersten Saison wurde zunächst nur der siebte von acht Plätzen belegt. Als die Liga in der nächsten Spielzeit in die Staffeln ''Weser'' und ''Jade'' unterteilt wurde, erreichte Werder in letzterer den ersten Rang und wurde nach einem 5:0-Sieg im Entscheidungsspiel gegen den ''VfB Oldenburg'' Meister der ''Westkreisliga''. In der Qualifikation zur Endrunde um die inoffizielle ''Norddeutsche Meisterschaft'' schied der Verein gegen Arminia Hannover aus. Ab der Saison 1924/25 wechselte Werder in die Staffel ''Weser'', in der er 1926 Erster wurde, aber im Entscheidungsspiel gegen den [[Bremer SV]] mit 1:6 verlor. Im nächsten Jahr wurde nach einer Endspielniederlage gegen ''Komet Bremen'' erneut die Vizemeisterschaft der ''Westkreisliga'' erreicht. Auch 1928 unterlag Werder, nun wieder in der Staffel ''Jade'' antretend, diesem Verein im Endspiel. Nachdem die Saison 1928/29 ausgefallen war, konnte Werder im nächsten Jahr die ''Oberliga Weser/Jade'' auf Platz vier abschließen. Im Achtelfinale der Endrunde um die ''Norddeutsche Meisterschaft'' schied der Verein 1931 gegen ''Altona 93'' nach Verlängerung mit 2:3 aus und belegte zwei Jahre später nur den letzten von vier Plätzen. Da sich eine Professionalisierung des Fußballs andeutete, der bis dato reiner Amateursport gewesen war, verstärkte Werder Anfang der 1930er-Jahre seine Mannschaft mit einigen späteren Nationalspielern: 1933 kam [[Hans Tibulski]] nach Bremen und bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1934|Weltmeisterschaft 1934]] im Spiel um Platz drei trug der im Januar des gleichen Jahres verpflichtete [[Matthias Heidemann]] als erster Bremer Spieler das Nationaltrikot.
 
[[Bild:Weserstadion (ATBS-Kampfbahn) in Bremen 1928.jpg|thumb|150px|Die ABTS-Kampfbahn (Aufnahme von 1928)]]
 
Ein geeigneter Ort für die Spiele und zum Training war auch 1925, also zwei Jahre nach der ''Westkreisligameisterschaft'', noch nicht gefunden, so dass der Verein mit dem [[Bremen 1860|Allgemeinen Bremer Turn- und Sportverein]] (ABTS) um den Bau eines Stadions am Weserufer konkurrierte, wobei sich der ''ABTS'' durchsetzte. Wie zu dieser Zeit auch mehrere andere Bremer Vereine trug Werder seit 1930 die meisten, später alle seine Heimspiele in der nun ''Weserstadion'' genannten ehemaligen ''ABTS-Kampfbahn'' aus, da sich der ''ABTS'' beim Bau finanziell übernommen hatte und das Stadion an den ''Sportverein Werder Bremen von 1899'' verpachten musste.<ref>werder.de: [http://www.werder.de/stadion/weserstadion_historie.php Historie des Weserstadions in der offiziellen Web-Präsenz Werder Bremens]</ref><ref name="weltfussball Vereinshistorie">weltfussball.de: [http://www.weltfussball.de/teams.php?m_id=202&modus=1 Überblick über die Vereinshistorie]</ref>
 
 
Werders erste überregionale Erfolge fielen in die Zeit der nationalsozialistischen Diktatur, als die ''Bremer Kampfbahn'' (''Weserstadion'') oft für politische Propagandaveranstaltungen der Nationalsozialisten benutzt wurde. Unter Trainer Walter Hollstein wurde die neue ''[[Gauliga (Fußball)|Gaumeisterschaft]] Niedersachsen'' 1934, 1936, 1937 und 1942 gewonnen. Im Jahr 1935 wurde in der ''Gauliga Niedersachsen'', wie auch 1943 in der ''Gauliga Weser-Ems'' die Vizemeisterschaft erreicht. Der machtzentrierte Aufbau des damaligen Staatsapparates spiegelte sich auch in der Vereinsführung wider: In dieser Zeit besaß ein Einzelner alle Machtbefugnisse.<ref name="Vereinsgeschichte (Englisch)">werder.de: [http://www.werder.de/english/club/chronicle.php#1 Die Vereinshistorie (Englisch, dort ausführlicher)</ref> Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges musste der Spielbetrieb eingestellt werden. Am 10. November 1945 wurde der ''Sportverein Werder Bremen von 1899'' aufgelöst und nach einer Fusion mit den 1933 verbotenen  Vereinen ''TV Vorwärts Bremen'' und ''Freie Schwimmer 1910 Bremen'' der Turn- und Sportverein ''TuS Werder 1945 Bremen'' wiedergegründet.<ref name="eMedienservice Nord">eMedienservice Nord.de: [http://emsn.nwz-online.de/werder/nwz.php?CMD=ShowArticle&id=11071 Kurzer Überblick über die Geschichte Werder Bremens] </ref><ref>weltfussballarchiv.de: [http://www.weltfussballarchiv.de/WerderBremen.html Grundsätzliche Angaben über Werder]</ref>
 
1946 wurde mit ''SV Grün-Weiß 1899 Bremen'' erneut ein anderer Vereinsname angenommen. Die Vorgaben der damaligen amerikanischen Besatzungsmacht verboten das Weiterbestehen oder die Neugründungen von Vereinen, die es bereits während des Dritten Reiches gegeben hatte. Der spätere Vereinspräsident Hansi Wolff und andere trafen sich deshalb heimlich, um den Spielbetrieb möglichst schnell wieder aufzunehmen.<ref name="Vereinsgeschichte (Englisch)">werder.de:[http://www.werder.de/english/club/chronicle.php#1 Die Vereinshistorie (Englisch, dort ausführlicher als auf Deutsch)]</ref> Der neue Name wurde dem Verein einen Monat später ebenfalls verboten, da durch die enthaltene Jahreszahl dessen Tradition deutlich wurde, so dass am 28. März 1946 eine weitere Umbenennung, diesmal in ''SV Werder Bremen'' erforderlich wurde.<ref name="Vereinsgeschichte (Englisch)">werder.de:[http://www.werder.de/english/club/chronicle.php#1 Die Vereinshistorie (Englisch, dort ausführlicher als auf Deutsch)]</ref> Im gleichen Jahr wurden der Spielbetrieb in Bremen wieder aufgenommen und Werder gewann die Bremer Stadtmeisterschaft (siehe: [[Bezirksmeisterschaftsliga (britische Zone)]]) sowie ein Jahr später die Niedersachsenmeisterschaft.
 
 
Zu den heute noch bekannten Spielern der 1930er- und 1940er-Jahre gehören Vereinsangaben nach neben Heidemann, Ziolkewitz, Tibulski, Scharmann und Hundt.<ref name="Vereinsgeschichte (Englisch)">werder.de:[http://www.werder.de/english/club/chronicle.php#1 Die Vereinshistorie (Englisch, dort ausführlicher)</ref>
 
 
=== 1947–1963: Die Nachkriegszeit in der Oberliga Nord ===
 
<!-- <nowiki> Wenn die Spalte Mitgliederzahlen aufgefüllt ist, die dreispaltige Version streichen und diese Tabelle statt dessen einfügen.
 
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! <small>Ø&nbsp;Zuschauer<ref name="hgvl">''Werder Bremen'' in: [[Hardy Grüne]] (2001): ''Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7.'' Kassel: AGON Sportverlag, S. 91f. ISBN 3-89784-147-9</ref></small>
 
![[Bild:SV-Werder-Bremen-Logo.svg|12px]]-Mitglieder**
 
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|[[Fußball-Oberliga 1952/53|1952/53]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1955/56|1955/56]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1956/57|1956/57]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1957/58|1957/58]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1961/62|1961/62]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1962/63|1962/63]]
 
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! colspan="4" | <small>*Alle Spielzeiten in der Oberliga Nord<br>**In allen Tabellen zu Saisonbeginn.</small>
 
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! Saison*
 
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! <small>Ø&nbsp;Zuschauer<ref name="hgvl">''Werder Bremen'' in: [[Hardy Grüne]] (2001): ''Vereinslexikon. Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Band 7.'' Kassel: AGON Sportverlag, S. 91f. ISBN 3-89784-147-9</ref></small>
 
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|[[Fußball-Oberliga 1947/48|1947/48]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1948/49|1948/49]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1949/50|1949/50]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1950/51|1951/52]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1951/52|1951/52]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1952/53|1952/53]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1953/54|1953/54]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1954/55|1954/55]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1955/56|1955/56]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1956/57|1956/57]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1957/58|1957/58]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1958/59|1958/59]]
 
|2/16
 
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|[[Fußball-Oberliga 1959/60|1959/60]]
 
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|[[Fußball-Oberliga 1960/61|1960/61]]
 
|2/16 [[DFB-Pokal|(P.)]]
 
|10.200
 
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|[[Fußball-Oberliga 1961/62|1961/62]]
 
|2/16
 
|8.800
 
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|[[Fußball-Oberliga 1962/63|1962/63]]
 
|2/16
 
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! colspan="3" | <small>*Alle Spielzeiten in der Oberliga Nord</small>
 
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Nachdem mit den Oberligen Süd und Südwest bereits [[Fußball-Oberliga 1945/46|1945]] erste regional unterteilte [[Fußball-Oberliga|Oberligen]] gegründet worden waren, setzte sich diese Entwicklung bis 1947 in ganz Westdeutschland durch. Werder Bremen gehörte von 1947 bis 1963 der [[Fußball-Oberliga Nord|Oberliga Nord]] an, in der eine inoffizielle norddeutsche Meisterschaft ausgespielt wurde und deren erfolgreichste Mannschaften sich für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifizierten. Dort trat man unter anderem gegen den [[FC St. Pauli]] und [[Hannover 96]] an. Werder Bremen stand deutlich im Schatten des [[Hamburger SV]], der die Oberliga in 15 von 16 Jahren gewann, und hatte zunächst Mühe, sich gegen Lokalrivalen wie den [[Bremer SV]] oder [[TuS Bremerhaven 93]] zu behaupten. Werders Situation verbesserte sich mit der Verpflichtung des zwischen 1958 und 1963 tätigen Trainers [[Georg Knöpfle]], eines ehemaligen A-Nationalspielers, der sich durch seine Teilnahme an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin einen guten Ruf verschafft hatte. Auch die Mannschaft wurde verstärkt: Es gelang Werder 1958 neben [[Helmut Schimeczek]] nach einem langen Streit mit dem HSV auch den späteren Nationalspieler und Spielmacher [[Willi Schröder]] für sich zu gewinnen. Der Versuch des HSV, diesen mit einem verbotenen Handgeld in Höhe von 15.000 Deutschen Mark zu überzeugen, war aufgeflogen. Auch die 1961 erfolgte Verpflichtung der [[FC Schalke 04|Schalker]] [[Willi Soya]] und [[Helmut Jagielski]] erwies sich als positiv. So gelang es Werder in den letzten fünf Spielzeiten der Oberliga, sich hinter dem HSV als zweiterfolgreichste Mannschaft des Nordens zu etablieren: Von 1959 bis 1963 wurde die Mannschaft durchgehend Vizemeister der Oberliga Nord und konnte sich dadurch neben dem HSV und [[Eintracht Braunschweig]] als eine von drei norddeutschen Mannschaften für die neu gegründete [[Fußball-Bundesliga]] qualifizieren. Während der ''Bremer SV'' aus der Liga abgestiegen war, trennten Werder in der letzten Oberligasaison nur noch zwei Punkte vom Serienmeister HSV.<br />Sportlicher Höhepunkt der Oberligazeit war der Gewinn des [[DFB-Pokal 1961|DFB-Pokals]] 1961 mit einem 2:0 im Endspiel gegen den [[1. FC Kaiserslautern]] durch Tore von Schröder und Jagielski.
 
<div style="padding:3px 6px; margin:3px 0; background-color:#eee;"> '''[[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Endspiel 1961|Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 1961]]'''</div>
 
Im [[UEFA Champions League|Europapokal der Pokalsieger]] konnte im folgenden Jahr zwar der dänische [[Aarhus GF]] im Hin- und Rückspiel besiegt werden, aber im Viertelfinale schied Werder Bremen gegen den dritten Gegner [[Atletico Madrid]] aus.
 
 
Weil der Verein in dieser Zeit oftmals gegen starke Gegner gewann, aber bei schwachen unterlag, wurde er damals auch „die [[Sphinx (griechisch)|Sphinx]] des Nordens“<ref name="Vereinsgeschichte (Englisch)">werder.de:[http://www.werder.de/english/club/chronicle.php#1 Die Vereinshistorie (Englisch, dort ausführlicher als auf Deutsch)]</ref> genannt. Das Einkommen von Fußballspielern war damals wegen einer vorgegebenen Höchstgrenze von 320 Deutschen Mark für die Bestreitung des Lebensunterhalts nicht ausreichend.<ref name="Vereinsgeschichte (Englisch)">werder.de:[http://www.werder.de/english/club/chronicle.php#1 Die Vereinshistorie (Englisch, dort ausführlicher als auf Deutsch)]</ref> Deshalb arbeiteten viele Bremer Spieler zusätzlich bei einem amerikanischen Unternehmen aus der Tabakbranche, das auch den Verein finanziell unterstützte. Die Mannschaft wurde in dieser Zeit deshalb oft als ''Texas-Elf'' bezeichnet.<ref name="weltfussball Vereinshistorie">weltfussball.de: [http://www.weltfussball.de/teams.php?m_id=202&modus=1 Überblick über die Vereinshistorie]</ref>
 
 
Namhafte Spielerpersönlichkeiten der Oberligazeit des SV Werder waren nach Vereinsangaben [[Pico Schütz]], Horst Gemhard, [[Richard Ackerschott]], Horst Stange, [[Max Lorenz (Fußballspieler)|Max Lorenz]], Willi Schröder und Torwart [[Dragomir Ilic]].<ref name="Vereinsgeschichte (Englisch)">werder.de:[http://www.werder.de/english/club/chronicle.php#1 Die Vereinshistorie (Englisch, dort ausführlicher als auf Deutsch)]</ref> Zu nennen sind auch Willi Soya und Helmut Jagielski.
 
 
=== 1963–1971: Auf und Ab in der Bundesliga ===
 
{| class="prettytable float-right"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
! Saison
 
! Platz
 
! <small>Ø&nbsp;Zuschauer<ref name="Weltfußball Zuchauerzahlen">weltfussball.de: [http://www.weltfussball.de/zuschauer.php?Thema=3&Liga=1 Angaben zu den Zuschauerzahlen aller Bundesligisten seit 1963/64 im Saisonschnitt]</ref></small>
 
![[Bild:SV-Werder-Bremen-Logo.svg|12px]]-Mitglieder*<small><ref>Zeigler 2006, S. 15ff</ref></small>
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1963/64|1963/64]]
 
| valign="middle" align="left"|10/16
 
| 20.733
 
| 2.000
 
|-bgcolor="gold"
 
| [[Fußball-Bundesliga 1964/65|1964/65]]
 
| valign="middle" align="left"|1/16 [[Deutsche Fußballmeisterschaft|(M.)]]
 
| 27.267
 
| 2.000
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1965/66|1965/66]]
 
| valign="middle" align="left"|4/18
 
| 21.176
 
| 2.000
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1966/67|1966/67]]
 
| valign="middle" align="left"|16/18
 
| 17.412
 
| 2.200
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1967/68|1967/68]]
 
| valign="middle" align="left"|2/18
 
| 20.824
 
| 2.350
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1968/69|1968/69]]
 
| valign="middle" align="left"|9/18
 
| 18.412
 
| 2.250
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1969/70|1969/70]]
 
| valign="middle" align="left"|11/18
 
| 15.353
 
| 2.500
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1970/71|1970/71]]
 
| valign="middle" align="left"|10/18
 
| 18.382
 
| 2.500
 
|-
 
! colspan="4" | <small>Gelb unterlegt: Gewinn der Meisterschaft.<br />*In allen Tabellen zu Saisonbeginn.</small>
 
|}
 
 
Der SV Werder war 1963 einer der Gründungsvereine der [[Fußball-Bundesliga]]. In der [[Fußball-Bundesliga 1963/64|ersten Saison]] musste der eigentlich schon nicht mehr aktive ehemalige Stammtorhüter [[Dragomir Ilic]] kurzzeitig reaktiviert werden, da sich noch vor Saisonbeginn nacheinander die ersten sechs Torhüter verletzten. Nachdem diese Spielzeit im ungefährdeten Mittelfeld auf Platz zehn abgeschlossen worden war, konnte in der Saison [[Fußball-Bundesliga 1964/65|1964/65]], also dem Jahr, in dem sich die Gründung der Stadt Bremen zum 1000. Mal jährte, „völlig überraschend“<ref name="die Zeit 12. Mai 2007">zeit.de: [http://www.zeit.de/online/2007/20/werder-bremen ''Lebenslang Grün-Weiß'' von Christoph Seils am 12. Mai 2007]</ref> erstmals die [[Deutsche Fußballmeisterschaft|Deutsche Meisterschaft]] erreicht werden. Die am 17. Spieltag erklommene Tabellenspitze wurde bis zum Saisonende nicht mehr abgegeben. Dies war der „Mannschaft ohne Stars“<ref>Zeigler 2006, S. 25</ref> durch gut integrierte Neuzugänge wie [[Horst-Dieter Höttges]], dem Nationalspieler [[Heinz Steinmann]] und [[Klaus Matischak]] möglich.<div style="padding:3px 6px; margin:3px 0; background-color:#eee;"> '''[[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Kader der Saison 1964/65|Kader des Meisterjahres 1964/65]]'''</div> Das [[Fußball-Bundesliga 1965/66|folgende Jahr]] konnte auf Platz vier, die Saison [[Fußball-Bundesliga 1966/67|1966/67]] nur noch auf Platz 16, vier Punkte vor den Abstiegsrängen, abgeschlossen werden. Obwohl [[Fußball-Bundesliga 1967/68|1967/68]] nach einem Marsch von Platz 18 bis auf den zweiten Tabellenplatz die Vize-Meisterschaft errungen werden konnte, gelang es Werder Bremen nicht, sich dauerhaft unter den Spitzenvereinen der Bundesliga zu etablieren. Erfolgreichen Jahren folgten immer wieder enttäuschende Platzierungen im grauen Mittelfeld oder sogar nahe den Abstiegsrängen.
 
Im Spiel beim Tabellenführer [[Borussia Mönchengladbach]] am 3. April 1971 kam es zu einer in der Bundesligageschichte einmaligen Situation: kurz vor Schluss beim Spielstand von 1:1 fielen zwei Spieler bei einer Torszene in das Netz des Bremer Tores, wobei einer der damals noch hölzernen Pfosten durchbrach und das Tor einstürzte. Nachdem die Bremer sich im Gegensatz zu den Mönchengladbachern und deren Ordnern, die aufgrund des Spielstands auf ein Wiederholungsspiel hofften, vergeblich bemüht hatten, das Tor wieder aufzurichten, um den erreichten Spielstand zu retten, brach der Schiedsrichter das Spiel ab.<ref>Zeigler 2006, S. 108 u. 109</ref> Bremen erhielt nachträglich beide Punkte, da Gladbach kein Ersatztor bereitgehalten hatte.
 
 
Die ersten Bundesligajahre wurden neben den bereits genannten durch Spielerpersönlichkeiten wie [[Arnold Schütz|Pico Schütz]], [[Günter Bernard]], [[Sepp Piontek]] oder [[Max Lorenz (Fußballspieler)|Max Lorenz]] mitbestimmt.
 
 
=== 1971–1980: Niedergang ===
 
{| class="prettytable float-right"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
! Saison
 
! Platz
 
! <small>Ø&nbsp;Zuschauer<ref name="Weltfußball Zuchauerzahlen">weltfussball.de: [http://www.weltfussball.de/zuschauer.php?Thema=3&Liga=1 weltfussball.de Angaben zu den Zuschauerzahlen aller Bundesligisten seit 1963/64 im Saisonschnitt]</ref></small>
 
! [[Bild:SV-Werder-Bremen-Logo.svg|12px]]-Mitglieder<small><ref>Zeigler 2006, S. 125ff</ref></small>
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1971/72|1971/72]]
 
| valign="middle" align="center"|11/18
 
| 19.618
 
| 2.400
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1972/73|1972/73]]
 
| valign="middle" align="center"|11/18
 
| 15.059
 
| 2.300
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1973/74|1973/74]]
 
| valign="middle" align="center"|11/18
 
| 15.841
 
| 2.200
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1974/75|1974/75]]
 
| valign="middle" align="center"|15/18
 
| 18.765
 
| 2.200
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1975/76|1975/76]]
 
| valign="middle" align="center"|13/18
 
| 20.765
 
| 2.100
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1976/77|1976/77]]
 
| valign="middle" align="center"|11/18
 
| 18.735
 
| 2.300
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1977/78|1977/78]]
 
| valign="middle" align="center"|15/18
 
| 19.947
 
| 2.200
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1978/79|1978/79]]
 
| valign="middle" align="center"|11/18
 
| 17.529
 
| 2.350
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1979/80|1979/80]]
 
| valign="middle" align="center"|17/18
 
| 17.647
 
| 2.270
 
|}
 
Nachdem Werder in den drei Jahren zuvor ins Mittelmaß gesunken war, versuchte der Verein in der [[Fußball-Bundesliga 1971/72|Saison 1971/72]] in einem Kraftakt als so genannte „Millionenelf“<ref>Zeigler 2006, S. 118</ref> mit der finanziellen Unterstützung der Bremer Wirtschaft und der Stadt Bremen sowie Trikots in den Bremer Landesfarben Rot und Weiß an bessere Zeiten anzuknüpfen. Ohne klares Konzept und ohne Absprache zwischen Trainer und Vereinsführung wurden viele Stars aus der Bundesliga mittels hoher Gehaltsangebote an die Weser beordert. Ein Wechsel [[Günter Netzer]]s kam nur deshalb nicht zustande, weil dieser zusätzlich die Übernahme der damaligen Stadionzeitschrift ''Werder-Echo'' forderte.<ref name="Zeigler 2006, S. 119">Zeigler 2006, S. 119</ref> Hintergrund dieser Käufe, unter denen Werder noch Jahre später finanziell litt und die sich in fast allen Fällen nie auszahlten, war die für die nächste Saison beschlossene Abschaffung der Transferhöchstgrenze von 100.000 Deutschen Mark, die in der Saison 1971/72 noch in den DFB-Statuten verankert war. Der Erfolg, den Werder hatte erzwingen wollen, trat nicht ein. In dieser Saison waren vier Trainer in Bremen tätig und am Ende einer Spielzeit, in der das nicht zueinander passende Starensemble nur in seltenen Ausnahmen glänzen konnte, stand ein enttäuschender elfter Platz.
 
 
Danach blieb Werder Bremen im Ligamittelmaß und zählte dauerhaft zu den so genannten „grauen Mäusen“, später auch immer wieder zu den Abstiegskandidaten der Liga. Der Fall in die Zweitklassigkeit konnte in der [[Fußball-Bundesliga 1974/75|Saison 1974/75]] mit einem Punkt Vorsprung auf Platz 16 noch knapp und in der darauf folgenden Spielzeit nur durch einen späten Trainerwechsel zu Gunsten Otto Rehhagels erreicht werden, nachdem die nun wieder ''Grün-Weißen'' am 29. Spieltag auf Platz 16 gerutscht waren. Doch nach der [[Fußball-Bundesliga 1979/80|Spielzeit 1979/80]] musste schließlich als Vorletzter der Gang in die [[2. Fußball-Bundesliga|2. Bundesliga Nord]] angetreten werden. War die Heimbilanz mit zehn Siegen und zwei Unentschieden durchaus passabel, wurden neben einem Unentschieden und einem Sieg sämtliche Auswärtspartien verloren, davon zehn mit vier oder mehr Gegentoren. Schon in den kritischen Jahren zuvor hatte der Verein seinen Verbleib in der 1.&nbsp;Liga den im Weserstadion erzielten Punkten zu verdanken, die diesmal jedoch nicht ausreichten. In dieser Periode der ausbleibenden Erfolge kam es bei Werder von 1971 bis zum Abstieg 1980 zu neun Trainerwechseln. Einige Cheftrainer waren nur wenige Wochen oder Monate tätig.
 
 
Zu den wenigen bei Werder herausragenden Spielerpersönlichkeiten der Jahre vor dem Abstieg gehörten [[Per Røntved]] und [[Dieter Burdenski]], der zum deutschen Aufgebot zur [[Fußball-Weltmeisterschaft 1978|WM 1978]] in Argentinien gehörte.
 
 
=== 1980–1987: Aufstieg einer Spitzenmannschaft ===
 
[[Bild:424px-Rudi Völler 06-2004.jpg|thumb|left|98px|Rudi Völler (2004)]]
 
 
{| class="prettytable float-right"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
! Saison
 
! Platz
 
! <small>Ø&nbsp;Zuschauer<ref name="Weltfußball Zuchauerzahlen">weltfussball.de: [http://www.weltfussball.de/zuschauer.php?Thema=3&Liga=1 Angaben zu den Zuschauerzahlen aller Bundesligisten seit 1963/64 im Saisonschnitt]</ref></small>
 
! [[Bild:SV-Werder-Bremen-Logo.svg|12px]]-Mitglieder<small><ref>Zeigler 2006, S. 237ff</ref></small>
 
|- bgcolor="#ffdff0"
 
| [[2. Fußball-Bundesliga 1980/81|1980/81]]*
 
| valign="middle" align="center"|1/22
 
| 10.524
 
| 2.200
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1981/82|1981/82]]
 
| valign="middle" align="center"|5/18
 
| 24.235
 
| 2.200
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1982/83|1982/83]]
 
| valign="middle" align="center"|2/18
 
| 26.547
 
| 2.260
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1983/84|1983/84]]
 
| valign="middle" align="center"|5/18
 
| 23.182
 
| 2.281
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1984/85|1984/85]]
 
| valign="middle" align="center"|2/18
 
| 21.959
 
| 2.355
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1985/86|1985/86]]
 
| valign="middle" align="center"|2/18
 
| 24.756
 
| 2.260
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1986/87|1986/87]]
 
| valign="middle" align="center"|5/18
 
| 22.860
 
| 2.285
 
|-
 
! colspan="4" | <small>*Spielzeit in der 2. Bundesliga Nord.</small>
 
|}
 
 
In der [[2. Fußball-Bundesliga 1980/81|Saison 1980/81]], der einzigen Zweitligaspielzeit von Werder Bremen, gelang unter [[Kuno Klötzer]] und [[Otto Rehhagel]] trotz eines Einbruchs bei den Zuschauerzahlen der direkte Wiederaufstieg. Dabei erzielte Werder mit 30 Siegen, acht Unentschieden und nur vier Niederlagen einen Rekord in der Zweitligageschichte. Klötzer musste im März 1981 aus gesundheitlichen Gründen sein Traineramt niederlegen und wurde durch Rehhagel ersetzt. Dieser baute zusammen mit Manager [[Willi Lemke]] in den folgenden Jahren kontinuierlich eine starke Mannschaft auf und führte den Club zu dessen Glanzzeit in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren. Werder wurde zum Hauptkonkurrenten des [[FC Bayern München]] und war zeitweise sogar erfolgreicher als dieser, womit die besondere gegenseitige Rivalität dieser Vereine ihren Anfang nahm. Im Spiel beider Mannschaften am 21. August 1982 gelang dem Werderaner [[Uwe Reinders]] das so genannte ''Einwurftor'': Der Bayerntorhüter [[Jean-Marie Pfaff]] berührte als einziger Reinders kräftigen Einwurf, bevor der Ball die Torlinie passierte, so dass der Treffer zählte. Im gleichen Jahr verpflichtete Werder [[Rudi Völler]], den Torschützenkönig der vorjährigen Zweitligasaison, als Ersatz für [[Erwin Kostedde]]. Der Verein hätte eigentlich die Verpflichtung [[Dieter Schatzschneider]]s vorgezogen und nahm Völler nur unter Vertrag, weil der Wunschspieler nicht zu bekommen war. Völler gelang es daraufhin als erstem Spieler in der Geschichte der Bundesliga, den Titel des Torschützenkönigs nach der [[Liste der Torschützenkönige der 2. Fußball-Bundesliga|Zweiten Liga]] anschließend [[Liste der Torschützenkönige der Fußball-Bundesliga|in der Bundesliga]] ebenfalls zu erringen.
 
 
Zwischen 1982 und 1987 spielte Werder Bremen attraktiven Offensivfußball und erreichte sechsmal hintereinander einen Platz unter den ersten Fünf der Tabelle und damit die Teilnahme am [[UEFA-Pokal]]; allerdings blieb diese Zeit ohne bedeutenden Titelgewinn. Die Deutsche Meisterschaft wurde mehrfach knapp, [[Fußball-Bundesliga 1982/83|1982/83]] und [[Fußball-Bundesliga 1985/86|1985/86]] nur auf Grund des schlechteren Torverhältnisses verpasst, 1986 unter für den Verein „traumatischen“<ref>berlinonline: [http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0406/sport/0050/index.html?subnav=Informationen Bericht der Berliner Zeitung über die Spielzeiten 1986 und 2004.]</ref> Umständen: Am vorletzten Spieltag gegen Bayern München vergab [[Michael Kutzop]] in der 88. Minute nach „zweiminütigen“<ref>Zeigler 2006, 313</ref> Störmanövern per Pfostenschuss einen Handelfmeter, mit dem der Meistertitel hätte vorzeitig sichergestellt werden können. Die zweite Chance zur Meisterschaft verspielte Werder vier Tage später: Ein Unentschieden hätte dem einunddreißigmaligen Tabellenführer dieser Saison am letzten Spieltag in jedem Fall ausgereicht, doch Werder verlor gegen den in den Hinrunde mit 6:0 besiegten [[VfB Stuttgart]] und wurde aufgrund des gleichzeitigen Siegs der Bayern erneut nur Vizemeister. Kutzops Leistungen, der alle anderen seiner vierzig Elfmeter verwandelt hatte, wurden danach trotz der durch die Mannschaft vergebenen zweiten Chance oft auf diesen einen Fehlschuss reduziert.
 
 
Geprägt wurde diese Phase vor allem durch Rudi Völler, der bei Werder Bremen Nationalspieler, internationaler Star und 1983 Torschützenkönig wurde, aber auch durch Spieler wie [[Klaus Fichtel]], [[Bruno Pezzey]], [[Jonny Otten (Fußballspieler)|Jonny Otten]], [[Thomas Schaaf]], [[Wolfgang Sidka]], [[Benno Möhlmann]], [[Norbert Meier]], [[Frank Ordenewitz]] und [[Uwe Reinders]].
 
 
=== 1987–1995: Titel und Erfolge ===
 
{| class="prettytable float-right"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
! Saison
 
! Platz
 
! <small>Ø&nbsp;Zuschauer<ref name="Weltfußball Zuchauerzahlen">weltfussball.de: [http://www.weltfussball.de/zuschauer.php?Thema=3&Liga=1 Angaben zu den Zuschauerzahlen aller Bundesligisten seit 1963/64 im Saisonschnitt]</ref></small>
 
! [[Bild:SV-Werder-Bremen-Logo.svg|12px]]-Mitglieder<small><ref>Zeigler 2006, S. 339ff</ref></small>
 
|-bgcolor="gold"
 
| [[Fußball-Bundesliga 1987/88|1987/88]]
 
| valign="middle" align="left"|1/18 [[Deutsche Fußballmeisterschaft|(M.)]]
 
| 22.159
 
| 2.430
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1988/89|1988/89]]
 
| valign="middle" align="left"|3/18
 
| 20.591
 
| 2.330
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1989/90|1989/90]]
 
| valign="middle" align="left"|7/18
 
| 19.263
 
| 2.330
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1990/91|1990/91]]
 
| valign="middle" align="left"|3/18 [[DFB-Pokal|(P.)]]
 
| 20.420
 
| 2.420
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1991/92|1991/92]]
 
| valign="middle" align="left"|9/20 [[Europapokal der Pokalsieger (Fußball)|(E.d.P.)]]
 
| 17.388
 
| 2.627
 
|-bgcolor="gold"
 
| [[Fußball-Bundesliga 1992/93|1992/93]]
 
| valign="middle" align="left"|1/18 [[Deutsche Fußballmeisterschaft|(M.)]]
 
| 21.860
 
| 2.627
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1993/94|1993/94]]
 
| valign="middle" align="left"|8/18 [[DFB-Pokal|(P.)]]
 
| 24.400
 
| 2.627
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1994/95|1994/95]]
 
| valign="middle" align="left"|2/18
 
| 32.209
 
| 2.750
 
|}
 
Nachdem sich Werder in den Jahren zuvor in der Spitzengruppe der Bundesliga etablieren, allerdings keine Titel gewinnen konnte, wurden die nächsten, von Rehhagels „kontrollierter Offensive“<ref>dfl.de: [http://www.dfl.de/de/liga/news/2006/meldung.php?f=57992.php Vorbericht des Spieles gegen den AZ Alkmaar aus dem Jahr 2007.]</ref> geprägten  Jahre zu den titelreichsten der Vereinsgeschichte. Zwischen 1988 und 1995 war Werder Bremen die neben Bayern München erfolgreichste Mannschaft des deutschen Fußballs: In der [[Fußball-Bundesliga 1987/88|Saison 1987/88]] wurde mit den bis dato wenigsten Gegentoren der Bundesligageschichte<nowiki>*</nowiki> zum zweiten Mal die Deutsche Meisterschaft errungen. Garant hierfür war neben Torwart [[Oliver Reck]] die meist aus [[Rune Bratseth]], [[Uli Borowka]], [[Gunnar Sauer]], [[Jonny Otten (Fußballspieler)|Jonny Otten]] und [[Thomas Schaaf]] zusammengesetzte Abwehr sowie der Stürmer [[Karl-Heinz Riedle]], der in der Rückrunde 14 Treffer in 17 Spielen erzielt hatte. 27 mal führte Werder die Tabelle an und stand bereits nach dem 31. Spieltag als Meister fest.
 
<div style="padding:3px 6px; margin:3px 0; background-color:#eee;"> '''[[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Kader der Saison 1987/88|Kader des Meisterjahres 1987/88]]'''</div>
 
[[Fußball-Bundesliga 1988/89|Im nächsten Jahr]] qualifizierte sich die Mannschaft als Tabellendritter für den [[UEFA-Pokal]]. In der dritten Runde traf Werder Bremen auf den [[SSC Neapel]], der seinerzeit zu den besten Vereinen Europas gehörte und mit Nationalspielern wie [[Gianfranco Zola]] (Italien), [[Careca]], [[Alemão]]  und [[Diego Maradona]] hochkarätig besetzt war. Das Auswärtsspiel, das mit 3:2 gewonnen wurde und das anschließende Heimspiel, das Werder 5:1 gewann, gehören zu den besten Spielen Werders überhaupt.
 
1989, 1990 und 1991 wurde das Finale des [[DFB-Pokal]]s erreicht, das aber nur 1991 im Elfmeterschießen gegen den [[1. FC Köln]] gewonnen werden konnte.
 
<div style="padding:3px 6px; margin:3px 0; background-color:#eee;">
 
'''[[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Endspiel 1989|Spieldaten der DFB-Pokal-Endspiele 1989, 1990 und 1991]]'''</div>
 
Ein Jahr später wurde der neunte Platz in der erstmals durch ostdeutsche Teams aufgestockten Bundesliga durch den Gewinn des [[Europapokal der Pokalsieger (Fußball)|Europapokals der Pokalsieger]] in [[Lissabon]] und damit dem bedeutendsten internationalen Erfolg positiv überlagert. Dabei konnten unter anderem mit [[Galatasaray Istanbul]], dem [[FC Brügge]] und schließlich im Finale dem [[AS Monaco]] mehrere renommierte Mannschaften besiegt werden. [[Klaus Allofs]], Werders heutiger Geschäftsführer des Bereichs Fußball, schoss dabei kurz vor der Pause das 1:0.
 
<div style="padding:3px 6px; margin:3px 0; background-color:#eee;">
 
'''[[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Endspiel 1992|Spieldaten des Endspiels um den Europapokal der Pokalsieger 1992]]'''</div>
 
In der [[Fußball-Bundesliga 1992/93|Saison 1992/93]] übernahm Werder erst am 33. Spieltag die Tabellenführung und konnte mit einem Punkt Vorsprung die Meisterschaft gewinnen. Vor allem [[Wynton Rufer]] im Sturm sowie der neu erworbene Spielmacher und spätere österreichische Rekordnationalspieler [[Andreas Herzog]] stachen positiv hervor. Für die folgende Saison qualifizierte sich Werder als erster deutscher Verein für die Gruppenphase der [[UEFA Champions League]] und schied dort hinter dem [[FC Porto]] und dem späteren Sieger [[AC Mailand]] aus.
 
<div style="padding:3px 6px; margin:3px 0; background-color:#eee;"> '''[[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Kader der Saison 1992/93|Kader des Meisterjahres 1992/93]]'''</div>
 
Ein erneuter Gewinn des DFB-Pokals gelang 1994 mit einem ungefährdeten Finalsieg über den Zweitligisten [[Rot-Weiss Essen]], wobei in diesem Jahr drei der vier Viertelfinalspiele durch Elfmeterschießen beendet und viele Bundesligisten von niederklassigen Mannschaften aus dem Wettbewerb geworfen worden waren.
 
<div style="padding:3px 6px; margin:3px 0; background-color:#eee;">
 
'''[[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Endspiel 1994|Spieldaten des DFB-Pokal-Endspiels 1994]]'''</div>
 
Im [[Fußball-Bundesliga 1994/95|letzten Jahr]] unter der Regie Rehhagels wurde die Meisterschaft durch ein 2:4 beim FC Schalke 04 am 32. und ein 1:3 beim FC Bayern München am letzten Spieltag verpasst.
 
 
Geprägt war diese Zeit neben den bereits erwähnten Spielern durch [[Dieter Eilts]], [[Thomas Wolter]], [[Mirko Votava]], [[Günter Hermann]], [[Frank Neubarth]], und [[Marco Bode]].
 
 
<nowiki>* Der Rekord hielt bis zur Saison 2007/08</nowiki><small></small>
 
 
=== 1995–1999: Ende einer Ära ===
 
{| class="prettytable float-right"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
 
! Saison
 
! Platz
 
! <small>Ø&nbsp;Zuschauer<ref name="Weltfußball Zuchauerzahlen">weltfussball.de: [http://www.weltfussball.de/zuschauer.php?Thema=3&Liga=1 Angaben zu den Zuschauerzahlen aller Bundesligisten seit 1963/64 im Saisonschnitt]</ref></small>
 
! [[Bild:SV-Werder-Bremen-Logo.svg|12px]]-Mitglieder<small><ref>Zeigler 2006, S. 437ff</ref></small>
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1995/96|1995/96]]
 
| valign="middle" align="left"|9/18
 
| 27.870
 
| 2.900
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1996/97|1996/97]]
 
| valign="middle" align="left"|8/18
 
| 30.553
 
| 2.900
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1997/98|1997/98]]
 
| valign="middle" align="left"|7/18
 
| 30.213
 
| 2.900
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1998/99|1998/99]]
 
| valign="middle" align="left"|13/18 [[DFB-Pokal|(P.)]]
 
| 29.786
 
| 2.980
 
|}
 
Nachdem Werder Bremen [[Fußball-Bundesliga 1994/95|1995]] noch einmal Vizemeister geworden war und Rehhagel nach 14-jähriger Amtszeit den Verein verlassen hatte, waren die Zeiten der Titelgewinne und Erfolge in der Bundesliga zunächst vorbei. Es folgten mittelmäßige Platzierungen und mehrere Trainerwechsel ([[Aad de Mos]], [[Dixie Dörner]], [[Wolfgang Sidka]]). Die [[Fußball-Bundesliga 1998/99|Saison 1998/99]] markierte den Tiefpunkt: Nach einem missratenen Saisonbeginn lag Werder Bremen ebenso am Tabellenende wie kurz vor Saisonende, nachdem unter dem neuen Trainer [[Felix Magath]] nur vorübergehend eine Besserung eingetreten war.
 
 
Konsequenz dieser Situation war jedoch ein Früchte tragender Neuanfang: Das Vereinspräsidium mit Präsident [[Franz Böhmert]], Vizepräsident [[Klaus-Dieter Fischer]] und Schatzmeister Manfred Müller, das seit vielen Jahren, im Falle Böhmerts fast 30, amtiert hatte, trat unter dem Eindruck der krisenhaften Entwicklung 1999 geschlossen zurück. Es machte damit den Weg für die spätere Umgestaltung des Vereins frei. Auch Manager Willi Lemke beendete vorerst seine Tätigkeit bei Werder, wobei sich die gesamte Führungsmannschaft Werders anschließend in neuen Funktionen des Vereins oder der GmbH und Co KGaA im Aufsichtsrat, im Vorstand oder in der Geschäftsführung wiederfand. Neuer Präsident und späterer Vorsitzender der Geschäftsführung wurde [[Jürgen Ludger Born|Jürgen L. Born]]. Vor den Rücktritten war die Trennung von Felix Magath beschlossen worden, nachdem das Heimspiel gegen den direkten Abstiegskonkurrenten Eintracht Frankfurt verloren worden war. In akuter Abstiegsgefahr wurde in der Trainerfrage auf eine vereinsinterne Kraft gesetzt und der als Coach der Amateure erfolgreiche [[Thomas Schaaf]] zunächst bis zum Saisonende zum Cheftrainer der Profis befördert. Seit 1972 im Verein war Schaaf Spieler in Werders titelreichster Zeit unter Rehhagel und hatte vorher noch keine Profimannschaft trainiert. Er, in dem die Medien und wohl auch der Verein zunächst nur eine Übergangslösung sahen, vermied mit drei Siegen in den letzten vier Spielen den Fall in die Zweitklassigkeit, der Werder in arge finanzielle Nöte gebracht hätte. Kurz nach der Rettung gelang Werder im [[DFB-Pokal]]-Finale gegen den FC Bayern München der Sieg im Elfmeterschießen. Schon durch den Finaleinzug qualifizierten sich die ''Grün-Weißen'' für den UEFA-Cup, da der FC Bayern München als Meister in die Champions League einzog.
 
<div style="padding:3px 6px; margin:3px 0; background-color:#eee;">
 
'''[[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Endspiel 1999|Spieldaten des DFB-Pokal-Endspiels 1999]]'''</div>
 
Die nach diesen Erfolgen langfristig angelegte Verpflichtung Schaafs sollte der Grundstein für die Rückkehr in obere Tabellenregionen und das Erreichen weiterer Titel sein.
 
 
Auch in dieser Zeit verfügte Werder über gute Spieler, die aufgrund der Umstände jedoch meist nicht ihr Potenzial ausschöpfen konnten. Neben langjährigen Stammspielern wie Herzog, Eilts, Votava oder Bode sowie jungen Talenten, die später eine gute Entwicklung nehmen sollten, wie [[Frank Rost]], [[Raphaël Wicky]] oder [[Torsten Frings]] sind hier Nationalspieler wie [[Hany Ramzy]] (Ägypten), [[Jurij Maximow]] (Ukraine), [[Mario Basler]] (Deutschland), [[Wladimir Jewgenjewitsch Bestschastnych|Wladimir Bestschastnych]] (Russland) oder [[Rade Bogdanović]] (Serbien und Montenegro) zu nennen.
 
 
=== 1999–2004: Neuaufbau und Gewinn des Doubles ===
 
{| class="prettytable float-right"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
 
! Saison
 
! Platz
 
! <small>Ø&nbsp;Zuschauer<ref name="Weltfußball Zuchauerzahlen">weltfussball.de: [http://www.weltfussball.de/zuschauer.php?Thema=3&Liga=1 Angaben zu den Zuschauerzahlen aller Bundesligisten seit 1963/64 im Saisonschnitt]</ref></small>
 
! [[Bild:SV-Werder-Bremen-Logo.svg|12px]]-Mitglieder<small><ref>Zeigler 2006, S. 487ff</ref></small>
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1999/2000|1999/00]]
 
| valign="middle" align="center"|9/18
 
| 29.834
 
| 2.980
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 2000/01|2000/01]]
 
| valign="middle" align="center"|7/18
 
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| 2.980
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 2001/02|2001/02]]
 
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| [[Fußball-Bundesliga 2002/03|2002/03]]
 
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| 32.869
 
| 3.058
 
|-bgcolor="gold"
 
| [[Fußball-Bundesliga 2003/04|2003/04]]
 
| valign="middle" align="center"|1/18 [[Deutsche Fußballmeisterschaft|(M.)]] [[DFB-Pokal|(P.)]]
 
| 37.666
 
| 5.700
 
|}
 
Seit der Verpflichtung des Trainer/Manager-Duos Thomas Schaaf und Klaus Allofs 1999 etablierte sich der Verein wieder nach und nach unter den deutschen Spitzenteams. Die Jahre 1999 bis 2003 waren vom gezielten Aufbau einer spielstarken, auf Offensive ausgerichteten Mannschaft geprägt. Sie spielte einen anspruchsvollen und attraktiven, auf direkten Ballstafetten basierenden Fußball. Phasenweise deutete Werder das Potenzial für eine Spitzenmannschaft an, etwa durch das Erreichen des DFB-Pokalfinals 2000 und der meisten Punkte aller Bundesligisten im Kalenderjahr 2001.
 
<div style="padding:3px 6px; margin:3px 0; background-color:#eee;">
 
'''[[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Endspiel 2000|Spieldaten des Endspiels um den DFB Pokal 2000]]'''</div>
 
Nachhaltige Erfolge blieben aber, mit Ausnahme der UEFA-Cup-Qualifikation [[Fußball-Bundesliga 2001/02|2002]], vorerst aus. Denn die Phase bis 2003 war zugleich von einem eklatanten Mangel an Kontinuität gekennzeichnet, was dazu führte, dass Werder Bremen nach einigen herausragenden Spielen und Ergebnissen meist gegen Saisonende einbrach und seine Chancen verspielte. Daraus resultierend konnten junge und vielversprechende Spieler oft nicht lange gehalten werden, nachdem sie erfolgreichere und finanzstärkere Vereine auf sich aufmerksam gemacht hatten. Andererseits profitierte Werder von den Erlösen aus den Verkäufen [[Raphaël Wicky|Wickys]] 2000, [[Frank Rost|Rosts]] 2001 sowie [[Torsten Frings|Frings]]` und [[Claudio Pizarro|Pizarros]] 2002. Nach den Wechseln von [[Andreas Herzog|Herzog]] und [[Andree Wiedener|Wiedener]] 2001 verabschiedeten die Bremer mit [[Marco Bode|Bode]] 2002 altersbedingt den letzten Verbliebenen der goldenen Ära unter Otto Rehhagel. In der Saison [[Fußball-Bundesliga 2002/03|2002/03]] verfehlte Werder zwar als Tabellensechster die Teilnahme am UEFA-Cup, hatte sich aber durch den französischen Nationalspieler und Spielmacher [[Johan Micoud|Micoud]] verstärkt, der zu einer Schlüsselfigur werden sollte. Im Ligaspiel gegen [[Hansa Rostock]] am 31. März 2002 gelang es dem Bremer [[Frank Rost|Rost]] mit dem 3:3 kurz vor Spielende als einziger Bundesligatorhüter neben [[Jens Lehmann]] ein Tor aus dem Spiel heraus zu erzielen. Am 27. Mai 2003 erfolgte die Ausgliederung der Profifußballmannschaft und der anderen leistungssportlich orientierten Mannschaften aus dem nun gemeinnützigen [[Eingetragener Verein|eingetragenen Verein]] in die ''Werder Bremen&nbsp;GmbH&nbsp;&&nbsp;Co.&nbsp;[[Kommanditgesellschaft auf Aktien|KGaA]]''.
 
{| style="float:right; background-color:transparent;"
 
|[[Bild:Thomas Schaaf 2007 klein.jpg|thumb|107px|Thomas Schaaf]]
 
|[[Bild:Klaus Allos 2006 klein.jpg|thumb|99px|Klaus Allofs]]
 
|}
 
Die Saison [[Fußball-Bundesliga 2003/04|2003/04]] begann zwar mit dem blamablen Ausscheiden gegen den [[ASKÖ Pasching]] im UI-Cup-Halbfinale denkbar ungünstig, wurde aber zur erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte: Die punktuelle Ergänzung der talentierten und attraktiv spielenden Mannschaft mit erfahrenen und erfolgsorientierten Spielern wie [[Andreas Reinke|Reinke]], [[Ümit Davala|Davala]] und [[Valérien Ismaël|Ismaël]] führte überraschend dazu, dass sich Werder von Beginn an in der Spitzengruppe der Bundesliga hielt. Die am 16. Spieltag übernommene Tabellenführung wurde bis zum Saisonende nicht mehr abgegeben, der Vorsprung in der Rückrunde auf bis zu elf Punkte ausgebaut; 23 Spiele in Folge wurden nicht verloren. Mit dem 3:1-Sieg beim schärfsten Verfolger FC Bayern München sicherte sich das Team schon am 32. Spieltag mit der besten Auswärtsbilanz, die je ein Bundesligist erzielt hat, die Meisterschaft. Zudem wurde Werders brasilianischer Stürmer [[Aílton]] mit 28 Treffern Torschützenkönig der Liga.
 
<div style="padding:3px 6px; margin:3px 0; background-color:#eee;"> '''[[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Kader der Saison 2003/04|Kader des Meisterjahres 2003/04]]'''</div>
 
Darüber hinaus gewann Werder mit einem 3:2 gegen [[Alemannia Aachen]] den [[DFB-Pokal 2004|DFB-Pokal]] und damit zum ersten Mal das [[Double (Sport)|Double]], was in der Bundesligazeit bislang nur dem [[1. FC Köln]] und dem FC Bayern München geglückt war.
 
<div style="padding:3px 6px; margin:3px 0; background-color:#eee;">
 
'''[[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Endspiel 2004|Spieldaten des Endspiels um den DFB-Pokal 2004]]'''</div>
 
 
=== Gegenwart und Etablierung als Spitzenmannschaft ===
 
 
{| class="prettytable float-right"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
 
! Saison
 
! Platz
 
! <small>Ø&nbsp;Zuschauer<ref name="Weltfußball Zuchauerzahlen">weltfussball.de: [http://www.weltfussball.de/zuschauer.php?Thema=3&Liga=1 Angaben zu den Zuschauerzahlen aller Bundesligisten seit 1963/64 im Saisonschnitt]</ref></small>
 
! [[Bild:SV-Werder-Bremen-Logo.svg|12px]]-Mitglieder<small><ref>Zeigler 2006, S. 539ff</ref></small>
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 2004/05|2004/05]]
 
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| 39.579
 
| 15.000
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 2005/06|2005/06]]
 
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| 36.928
 
| 21.000
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 2006/07|2006/07]]
 
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| 23.500
 
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| [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2007/08]]
 
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| 40.267
 
| 33.500
 
|}
 
 
[[Bild:Frank baumann tdf.jpg|thumb|right|150px|Frank Baumann mit dem [[DFL-Ligapokal|Ligapokal]]]]
 
 
In der Saison [[Fußball-Bundesliga 2004/05|2004/05]] verpflichtete Werder nach dem Weggang von Aílton [[Miroslav Klose]] als dessen Nachfolger. Mit dem Erreichen des DFB-Pokal-Halbfinales sowie des dritten Platzes in der Bundesliga etablierte sich der Verein in der nationalen Spitze. In der [[UEFA Champions League|Champions League]] setzte sich Werder in der Vorrunde als Gruppenzweiter unter anderem gegen den damals amtierenden UEFA-Cup-Sieger [[Valencia CF|FC Valencia]] durch, verlor jedoch im Achtelfinale zweimal hoch gegen den französischen Serienmeister [[Olympique Lyon]].
 
 
[[Bild:Torsten frings tdf.jpg|thumb|left|96px|[[Torsten Frings]]]]
 
 
Diese insgesamt positive Entwicklung setzte sich in der darauffolgenden Saison [[Fußball-Bundesliga 2005/06|2005/06]] fort, zu deren Auftakt Frings zu Werder zurückkehrte sowie mit [[Naldo]] ein neuer Innenverteidiger verpflichtet wurde. Der Verein wurde Vizemeister und stellte mit Klose den Torschützenkönig (25 Tore) sowie Top-[[Scorerpunkt|Scorer]]. Im DFB-Pokal schied Bremen beim [[FC St. Pauli]] in einem wegen winterlicher Platzverhältnisse umstrittenen Viertelfinale aus. Die Champions League endete für Werder im Achtelfinale gegen [[Juventus Turin]]. Das Heimspiel hatte Werder durch späte Tore noch mit 3:2 gewonnen, doch ließ Bremens Torhüter [[Tim Wiese|Wiese]] im Rückspiel in der 88.&nbsp;Minute einen schon abgefangenen Ball wieder fallen, als er zur Zeitgewinnung eine Rolle vollführte, was im Tor zum 1:2 resultierte.
 
 
[[Bild:Diego ribas.jpg|thumb|96px|left|Diego]]
 
 
Nach dem Weggang des Spielmachers Micoud wurde dieser [[Fußball-Bundesliga 2006/07|2006/07]] durch [[Diego Ribas da Cunha|Diego]] ersetzt und die Mannschaft außerdem durch [[Hugo Almeida|Almeida]], [[Clemens Fritz|Fritz]], [[Per Mertesacker|Mertesacker]], [[Pierre Womé|Womé]] und [[Markus Rosenberg|Rosenberg]] verstärkt, womit Werder Bremen mehr als je zuvor investierte<!-- Genaue Höhe unbekannt. Aber: Diego 5, Rosenberg ca. 4, Almeida ca. 3, Mertesacker 4,7 Millionen Euro (+Ablöse für Fahrenhorst)-->. Zum Saisonauftakt gewann Werder den Ligapokal und wurde Herbstmeister. Nach einer Schwächeperiode zu Beginn der Rückrunde, Verunsicherungen durch Wechselgerüchte um und eine Formkrise von Klose sowie Verletzungsproblemen endete die Saison nur auf Rang drei. In der „Todesgruppe“<ref>spiegel.de: [http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,445890,00.html Gelassenheit in der Todesgruppe]</ref> der Champions League mit dem [[FC Chelsea]] und dem [[FC Barcelona]] schied Werder mit zehn Punkten aus sechs Spielen als bester Dritter aller Zeiten aus. Im [[UEFA-Pokal 2006/07|UEFA-Cup-Wettbewerb]] kam das Aus erst im Halbfinale gegen [[Espanyol Barcelona]].
 
 
Vor der Saison [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2007/08]] verließ Klose den Verein Richtung [[FC Bayern München|München]]. Neben dem Stürmer [[Boubacar Sanogo]] wurde nach einem monatelangen Transferpoker [[Carlos Alberto Gomes|Carlos Alberto]], der mit 7,8&nbsp;Millionen&nbsp;Euro teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte, verpflichtet, der die Erwartungen jedoch nicht erfüllen konnte. Trotz einer Verletzungsmisere<ref name="kicker Nr. 61 2007, Seite 8">''„Werder funkt SOS“, [[Kicker Sportmagazin|kicker]], Bundesliga, Seite 8., Hans-Günter Klemm, 26. Juli 2007 Nr. 61</ref> war Bremen zum Ende der Hinrunde punktgleich mit Herbstmeister Bayern München. Am 8. Spieltag landete Werder dabei einen historischen 8:1-Heimsieg gegen [[Arminia Bielefeld]]. Eine sportliche Krise zu Beginn der Rückrunde kostete Werders Meisterchance, doch wurde Bremen durch eine Serie von acht Spielen ohne Niederlage zum Saisonende noch Vizemeister. Mit insgesamt zwanzig verschiedenen Spielern, die ein Tor erzielten, stellte das Team dabei einen neuen Bundesligarekord auf. In der Champions League erreichte Werder den dritten Vorrundenrang, schied aber im UEFA-Cup wie auch im DFB-Pokal schon im Achtelfinale aus.
 
 
Der Kader für die Spielzeit [[Fußball-Bundesliga 2008/09|2008/09]] veränderte sich kaum. Einzig [[Tim Borowski]], Leistungsträger der vergangenen Jahre, verließ den Verein Richtung Bayern. Für den Sturm wurde mit Claudio Pizarro ein ehemaliger Werderaner vom [[FC Chelsea]] ausgeliehen. Die Saison startete mit zwei Punkten aus drei Spielen so schlecht wie zuletzt zu Beginn von Schaafs Amtszeit. Am 5. Spieltag fügte Bremen jedoch dem amtierenden Deutschen Meister aus München mit einem 5:2 die höchste Heimniederlage seit 1979 zu. In der Gruppenphase der Champions League wurden den Grün-Weißen [[Inter Mailand]], [[Anorthosis Famagusta]] und [[Panathinaikos Athen (Fußball)|Panathinaikos Athen]] zugelost. Nach dem Ausscheiden aus der Champions League traf Werder Bremen im UEFA-Cup auf den AC Mailand und qualifizierte sich nach zwei Unentschieden für das Achtelfinale gegen den [[AS Saint-Étienne]]. <!-- Bitte hier zukünftig nicht alle Spiele aufzählen, sondern Aktualität herstellen. --> :
 
<br />
 
 
== Historische Spiele und die ''Wunder von der Weser'' ==
 
Berühmt ist der SV Werder für seine ''Wunder von der Weser'': [[Europapokal]]spiele, die entweder nach dem Hinspiel bereits verloren schienen oder in denen Werder scheinbar aussichtslos zurücklag, wurden im heimischen Stadion noch umgebogen, verschafften dem Verein über Deutschland hinaus hohes Ansehen und begründeten und festigten Werders Ruf als Europapokalmannschaft:
 
* 1987/88 verlor Werder Bremen bei [[Spartak Moskau]] 1:4, egalisierte im Weserstadion zunächst das Hinspielergebnis und gewann in der Verlängerung schließlich 6:2. Dabei mussten die Spieler und Zuschauer aufgrund starken Nebels ständig damit rechnen, dass der Schiedsrichter das Spiel abbricht, weswegen die Partie daraufhin hätte neu angesetzt werden müssen.
 
* 1988/89 verlor der SVW im [[UEFA Champions League|Europapokal der Landesmeister]] bei [[BFC Dynamo|BFC Dynamo Berlin]] blamabel 0:3, gewann jedoch das Rückspiel nach einem 90-minütigen Sturmlauf 5:0.
 
* 1993/94 stand es im Gruppenspiel der [[UEFA Champions League|Champions League]] gegen [[RSC Anderlecht]] nach 66&nbsp;Minuten 0:3, doch Werder schoss noch fünf Tore und gewann 5:3.
 
* 1999/2000 verlor Werder zunächst bei [[Olympique Lyon]] deutlich 0:3, siegte jedoch im Rückspiel 4:0.
 
* Im Achtelfinale der Champions League 2005/06 lag Werder Bremen gegen [[Juventus Turin]] nach eigener 1:0-Führung durch zwei späte Gegentore nach 82&nbsp;Minuten 1:2 zurück, durch Tore in der 87. und 92.&nbsp;Minute gelang jedoch noch die Wende und der Sieg.
 
Auch die Spiele gegen [[SK Brann]] (1998, Hinspiel 0:2, Rückspiel 4:0 n.&nbsp;V.) und [[Antalyaspor]] (2000, Hinspiel 0:2, Rückspiel 6:0) folgten diesem Muster.
 
 
Ähnlich typisch wie die ''Wunder von der Weser'' sind Spiele mit dramatischem Verlauf, aber unglücklichem Ende für Werder Bremen:
 
* 1986/87 verlor Werder im UEFA-Cup das Hinspiel bei [[Atlético Madrid]] 0:2, holte das Hinspielresultat im Heimspiel auf und traf kurz vor Schluss die Latte, schied jedoch durch ein Gegentor in der Verlängerung aus.
 
* Im UEFA-Cup der Saison 1984/85 hatte Werder gegen den RSC Anderlecht nach einer 0:1-Niederlage im Heimspiel bereits durch zwei Tore von [[Wolfgang Sidka]] mit 2:0 geführt, als Sidka ein Eigentor unterlief, durch welches Werder ausschied.
 
* Eines der spektakulärsten Spiele der DFB-Pokalgeschichte war am 1. Mai 1984 das Halbfinale zwischen [[Borussia Mönchengladbach]] und Werder Bremen: Als Mönchengladbach in der 76. Minute das 3:1 gelang, schien das Spiel entschieden, doch Werder Bremen schaffte innerhalb weniger Minuten nicht nur den Ausgleich, sondern ging seinerseits nach 82&nbsp;Minuten in Führung. In der letzten Minute gelang dem gerade eingewechselten [[Hans-Jörg Criens]] jedoch der Ausgleich und in der Verlängerung der Siegtreffer zum 5:4 für Mönchengladbach.
 
 
== Erfolge und Statistiken ==
 
[[Bild:Deutsche Meisterschale.JPG|thumb|Bisher gewann Bremen viermal die Meisterschale]]
 
[[Bild:DFB Pokal.jpg|thumb|Fünfmaliger DFB-Pokalsieger]]
 
[[Bild:Cupvinnercupen.JPG|thumb|Europapokal der Pokalsieger]]
 
 
=== Meisterschaftserfolge ===
 
* [[Deutsche Fußballmeisterschaft|Deutscher Meister]]: [[Fußball-Bundesliga 1964/65|1965]], [[Fußball-Bundesliga 1987/88|1988]], [[Fußball-Bundesliga 1992/93|1993]], [[Fußball-Bundesliga 2003/04|2004]]
 
* Deutscher Vizemeister: [[Fußball-Bundesliga 1967/68|1968]], [[Fußball-Bundesliga 1982/83|1983]], [[Fußball-Bundesliga 1984/85|1985]], [[Fußball-Bundesliga 1985/86|1986]], [[Fußball-Bundesliga 1994/95|1995]], [[Fußball-Bundesliga 2005/06|2006]], [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2008]]
 
* Vizemeister der Oberliga Nord: [[Fußball-Oberliga 1958/59|1959]], [[Fußball-Oberliga 1959/60|1960]], [[Fußball-Oberliga 1960/61|1961]], [[Fußball-Oberliga 1961/62|1962]], [[Fußball-Oberliga 1962/63|1963]]
 
* Niedersächsischer Meister: 1947
 
* Meister in der Gauliga Niedersachsen: 1934, 1936, 1937, 1942
 
* Vizemeister der Gauliga Niedersachsen: 1935
 
* Vizemeister der Gauliga Weser-Ems: 1943
 
* Meister der Westkreisliga: 1923
 
* Vizemeister der Westkreisliga: 1926, 1927, 1928
 
* [[DFB-Hallen-Pokal|Deutscher Hallenmeister]]: 1989
 
 
=== Pokalerfolge ===
 
* [[DFB-Pokal|Deutscher Pokalsieger]]: [[DFB-Pokal 1961|1961]], [[DFB-Pokal 1991|1991]], [[DFB-Pokal 1994|1994]], [[DFB-Pokal 1999|1999]], [[DFB-Pokal 2004|2004]]
 
* Deutscher Pokalfinalist: [[DFB-Pokal 1989|1989]], [[DFB-Pokal 1990|1990]], [[DFB-Pokal 2000|2000]]
 
* Deutscher [[DFB-Supercup|Supercup]]-Sieger: 1988, 1993, 1994
 
* [[DFB-Liga-Pokal|Deutscher Ligapokalsieger]]: [[Premiere-Ligapokal 2006|2006]]
 
 
=== Internationale Erfolge ===
 
* [[Europapokal der Pokalsieger (Fußball)|Europapokal der Pokalsieger]]: [[Europapokal der Pokalsieger 1991/92|1991/92]]
 
* [[UEFA-Cup]]-Halbfinalist: 1988, 1990, 2007
 
* [[UI-Cup]]-Sieger: [[UEFA Intertoto Cup 1998|1998]]
 
* [[Kirin Cup]]-Sieger: 1982, 1986
 
 
=== Erfolge der Amateure ===
 
* [[Deutsche Amateurmeisterschaft (Fußball)|Deutscher Amateurmeister]]: 1966, 1985, 1991 (Rekord<nowiki>*</nowiki>)
 
* [[Verbandspokal (Fußball)|Landespokal-Sieger]]: 1969, 1971, 1976, 1982, 1983, 1987, 1989, 1990, 1992, 1993, 1994, 1995, 1997, 1998, 1999, 2000, 2001, 2002, 2004, 2007 (Rekord)
 
<small><nowiki>*</nowiki>{{0}}zusammen mit [[Hannover 96]] und dem [[SC Jülich 1910]]</small>
 
 
=== Torschützenkönige ===
 
[[Bild:Kanone3.jpg|thumb|140px|Die [[Torjägerkanone]] ]]
 
{| class="prettytable"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
! Spieler ||Saison ||Bundesligatore
 
|-
 
| [[Rudi Völler]] ||1982/83 ||23
 
|-
 
| [[Mario Basler]]<nowiki>*</nowiki> ||1994/95 ||20
 
|-
 
| [[Aílton]] ||2003/04 ||28
 
|-
 
| [[Miroslav Klose]] ||2005/06||25
 
|}
 
<small><nowiki>*</nowiki>{{0}}zusammen mit [[Heiko Herrlich]], [[Borussia Mönchengladbach]]</small>
 
 
=== Rekordspieler ===
 
{| class="prettytable"
 
|----- "valign="top" width="33%"" bgcolor="#009C58"
 
!<span style="color:#FFFFFF;">'''Meiste Bundesligaspiele'''<ref name="Werder Sonderheft- 2006/07: Die Bilanz!">Werder Sonderheft- 2006/07: Die Bilanz! (Vereinsmagazin), Seite 86</ref>
 
</span>
 
!<span style="color:#FFFFFF;">'''Meiste Bundesligatore'''<ref name="Werder Sonderheft- 2006/07: Die Bilanz!">Werder Sonderheft- 2006/07: Die Bilanz! (Vereinsmagazin), Seite 86</ref>
 
</span>
 
|-
 
|1.{{0}}[[Dieter Burdenski]]: 444
 
|1.{{0}}[[Marco Bode]]: 101
 
|-
 
|2.{{0}}[[Horst-Dieter Höttges]]: 420
 
|2.{{0}}[[Rudi Völler]] und [[Frank Neubarth]]: 97
 
|-
 
|3.{{0}}[[Dieter Eilts]]: 390
 
|
 
|-
 
|4.{{0}}[[Marco Bode]]: 379
 
|4.{{0}}[[Aílton]]: 88
 
|-
 
|5.{{0}}[[Werner Görts]]: 363
 
|5.{{0}}[[Werner Görts]]: 73
 
|-
 
|6.{{0}}[[Karl-Heinz Kamp]]: 361
 
|6.{{0}}[[Arnold Schütz]]: 69
 
|-
 
|7.{{0}}[[Mirko Votava]]: 357
 
|7.{{0}}[[Uwe Reinders]]: 67
 
|-
 
|8.{{0}}[[Oliver Reck]]: 345
 
|8.{{0}}[[Norbert Meier]]: 66
 
|-
 
|9.{{0}}[[Frank Neubarth]]: 317
 
|9.{{0}}[[Wynton Rufer]]: 59
 
|-
 
|10.[[Thomas Wolter]]: 312
 
|10.[[Andreas Herzog]] und [[Jürgen Röber]]: 57
 
|}
 
<small>(Gezählt werden nur Spiele und Tore im Trikot Werder Bremens. Stand aller Statistiken: Ende Saison 2007/08)</small>
 
 
=== Historische Bundesligaresultate ===
 
*Höchster Heimsieg: 8:1 gegen [[Arminia Bielefeld]] [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2007/08]], 8:1 gegen [[Kickers Offenbach]] [[Fußball-Bundesliga 1983/84|1983/84]]
 
*Höchster Auswärtssieg: 7:0 gegen [[Borussia Mönchengladbach]] [[Fußball-Bundesliga 1965/66|1965/66]]
 
*Höchste Heimniederlage: 1:7 gegen [[Borussia Mönchengladbach]] [[Fußball-Bundesliga 1986/87|1986/87]]
 
*Höchste Auswärtsniederlagen: 2:9 gegen [[Eintracht Frankfurt]] [[Fußball-Bundesliga 1981/82|1981/82]], 0:7 gegen [[Eintracht Frankfurt]] [[Fußball-Bundesliga 1963/64|1963/64]], 0:7 gegen [[FC Bayern München|Bayern München]] [[Fußball-Bundesliga 1979/80|1979/80]]
 
 
=== Weitere Daten ===
 
* Bremen war 130 mal Spitzenreiter der [[Fußball-Bundesliga|1. Bundesliga]] und damit nach dem [[FC Bayern München]] mit [[Borussia Mönchengladbach]] zusammen am häufigsten.<!-- Sollte in der Saison 2007/08 auch nur einmal der erste Platz durch Werder erreicht werden, kann die Borussia hier gestrichen werden, da sie derzeit in Liga 2 spielt. -->
 
* Werder Bremen steht mit 2341 Punkten auf dem zweiten Platz der [[Fußball-Bundesliga/Ewige Tabelle|ewigen Bundesligatabelle]].
 
 
==== Rekorde ====
 
* In der Saison 2006/07 gelang es Werder als erstem Bundesligaverein, in drei Auswärtsspielen einer Spielzeit jeweils sechs Tore zu schießen.
 
* Mit [[Rune Bratseth]] stellte Werder Bremen dreimal und damit am häufigsten den [[Kniksenprisen|norwegischen Fußballer des Jahres]] (1991, 1992, 1994).
 
* In der Rückrunde der Saison 1992/93 kassierte Werder Bremen in den Heimspielen nur ein einziges Gegentor (durch [[Christian Ziege]], damals FC Bayern München).
 
* Werder Bremen ist die einzige Mannschaft, die mehr als einen Spieler gleichzeitig in die Wahl zum [[Fußballer des Monats]] brachte (November 2003, August und Oktober 2006). Bereits 15 Mal hat ein Spieler Werder Bremens die Auszeichnung gewonnen, Diego gewann fünfmal und Klose dreimal.
 
* Da [[Aaron Hunt]] bei seinem ersten Saisontreffer am 10. Mai der Saison [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2007/08]] bereits der 20. Werder-Profi war, der ein Tor in einer laufenden Saison erzielte, stellten die Bremer einen Rekord für die meisten Torschützen in einer Spielzeit auf.
 
* Werder Bremen wurde nach der Saison 2007/08 als Mannschaft mit den wenigsten Gegentoren in einer Bundesligasaison vom [[FC Bayern München]] abgelöst: In der Saison 1987/1988 konnten die Gegner nur 22 Tore gegen Oliver Reck erzielen. Genau zwanzig Jahre später unterboten die Münchner diesen Rekord um ein Tor.
 
* Mit sieben Zweitplatzierungen zum Saisonende ([[Fußball-Bundesliga 1967/68|1968]], [[Fußball-Bundesliga 1982/83|1983]], [[Fußball-Bundesliga 1984/85|1985]], [[Fußball-Bundesliga 1985/86|1986]], [[Fußball-Bundesliga 1994/95|1995]], [[Fußball-Bundesliga 2005/06|2006]], [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2008]]) ist Werder Bremen Rekord-Vizemeister der Fußball-Bundesliga. 1983 und 1986 verfehlte Werder dabei den ersten Platz punktgleich mit dem jeweiligen Meister nur wegen des schlechteren Torverhältnisses.
 
<small>(Stand aller Angaben: 2. Oktober 2008)</small>
 
 
== Spieler und Trainer ==
 
''(Genauere und mehr Daten zu den [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Aktueller Bundesligakader|aktuellen Spielern]] und [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Ehemalige wichtige Leistungsträger|ehemaligen wichtigen Leistungsträgern]] finden sich auf [[Werder Bremen/Namen und Zahlen]]. Zudem gibt es die [[Liste der Spieler des SV Werder Bremen]], welche alle Spieler auflistet, die seit der Gründung der Bundesliga im Kader standen.)
 
=== Aktueller Bundesligakader ===
 
 
{| width="550px"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
!Name und Position
 
!Trikot
 
!Nationalität
 
|----- bgcolor="#EEEEEE"
 
| colspan="6" align="left" | '''Torwart'''
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Tim Wiese]] ||align="center"| 1 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Sebastian Mielitz]] ||align="center"| 21 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Christian Vander]] ||align="center"| 33  ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Nico-Stéphàno Pellatz]] ||align="center"| 40 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#EEEEEE"
 
| colspan="6" align="left" | '''Abwehr'''
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Sebastian Boenisch]]  ||align="center"| 2 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"|align="right" 
 
| [[Petri Pasanen]] ||align="center"| 3 ||align="center"| [[Bild:Flag of Finland (bordered).svg|20px|Finne]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"|align="right"
 
| [[Ronaldo Aparecido Rodrigues|Naldo]] ||align="center"| 4 ||align="center"| [[Bild:Flag of Brazil.svg|20px|Brasilianer]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Duško Tošić]]  ||align="center"| 5 ||align="center"| [[Bild:Flag of Serbia (bordered).svg|20px|Serbe]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Clemens Fritz]] ||align="center"| 8 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Sebastian Prödl]] ||align="center"| 15 ||align="center"| [[Bild:Flag of Austria.svg|20px|Österreicher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Niklas Andersen]] ||align="center"| 27 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Per Mertesacker]] ||align="center"| 29 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Fabrice Begeorgi]] ||align="center"| 35 ||align="center"| [[Bild:Flag of France.svg|20px|Franzose]]
 
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| colspan="6" align="left" | '''Mittelfeld'''
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Frank Baumann]] ''[[Bild:Captain sports.svg|12px|Kapitän der Mannschaft]]'' ||align="center"| 6 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Jurica Vranješ]] ||align="center"| 7 ||align="center"| [[Bild:Civil Ensign of Croatia.svg|20px|Kroate]] 
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Diego Ribas da Cunha|Diego]] ||align="center"| 10 ||align="center"| [[Bild:Flag of Brazil.svg|20px|Brasilianer]] 
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Mesut Özil]] ||align="center"| 11 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Alexandros Tziolis]] ||align="center"| 16 ||align="center"| [[Bild:Flag of Greece.svg|20px|Grieche]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Daniel Jensen]] ||align="center"| 20 ||align="center"| [[Bild:Flag of Denmark.svg|20px|Däne]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Torsten Frings]] – Stellvertretender ''[[Bild:Captain sports.svg|12px|Kapitän der Mannschaft]]'' ||align="center"| 22 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Peter Niemeyer]] ||align="center"| 25 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Kevin Artmann]] ||align="center"| 31 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[José-Alex Ikeng]] ||align="center"| 32 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Max Kruse (Fußballspieler)|Max Kruse]] ||align="center"| 36 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Philipp Bargfrede]] ||align="center"| 44 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#EEEEEE"
 
| colspan="6" align="left" | '''Angriff'''
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Markus Rosenberg]] ||align="center"| 9 ||align="center"| [[Bild:Flag of Sweden.svg|20px|Schwede]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Aaron Hunt]] ||align="center"| 14 ||align="center"| [[Bild:Flag of Germany.svg|20px|Deutscher]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Hugo Almeida]] ||align="center"| 23 ||align="center"| [[Bild:Flag of Portugal.svg|20px|Portugiese]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Claudio Pizarro]] ||align="center"| 24 ||align="center"| [[Bild:Flag of Peru (state).svg|20px|Peruaner]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| Márkó Futács ||align="center"| 30 ||align="center"| [[Bild:Flag of Hungary.svg|20px|Ungar]]
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
| [[Martin Harnik]] ||align="center"| 34 ||align="center"| [[Bild:Flag of Austria.svg|20px|Österreicher]]
 
|----- bgcolor="#EEEEEE"
 
| colspan="3" align="center" |<small>(Stand aller Daten: 8. August 2008)</small>
 
|}
 
 
=== Aktuelle Bundesliga-Abgänge ===
 
Sommer 2008:
 
* [[Tim Borowski]] (zum [[FC Bayern München]])
 
* [[Ivan Klasnić]] (zum [[FC Nantes]])
 
* [[Kevin Schindler]] (verliehen an [[Hansa Rostock]])
 
* [[Patrick Owomoyela]] (zu [[Borussia Dortmund]])
 
* [[Pierre Womé]] (zum [[1. FC Köln]])
 
* [[John Jairo Mosquera]] (verliehen an [[SønderjyskE]])
 
* [[Amaury Bischoff]] (zum [[FC Arsenal London]])
 
 
Winter 2008/09
 
* [[Said Husejinović]] (verliehen an den [[1. FC Kaiserslautern]])
 
* [[Boubacar Sanogo]] (verliehen an die [[TSG 1899 Hoffenheim]])
 
 
=== Aktuelle Bundesliga-Zugänge ===
 
Sommer 2008:
 
* [[Sebastian Prödl]] (vom [[SK Sturm Graz]], Vertrag bis 2012)
 
* [[Niklas Andersen]] (von [[Rot-Weiss Essen]], Vertrag bis 2012)
 
* [[Said Husejinović]] (von [[FK Sloboda Tuzla]], Vertrag bis 2012)
 
* [[Claudio Pizarro]] (vom [[FC Chelsea]], geliehen)
 
 
Winter 2008/09:
 
* Márkó Futács (von [[AS Nancy]], Vertrag bis 2011)
 
* [[José-Alex Ikeng]] (war vertragslos, Vertrag bis 2009)
 
* [[Alexandros Tziolis]] (von [[Panathinaikos Athen]], geliehen)
 
 
=== Künftige Bundesliga-Zugänge ===
 
Sommer 2009:
 
* [[Carlos Alberto Gomes|Carlos Alberto]] (von [[Botafogo FR]], war verliehen)
 
* [[Kevin Schindler]] (von [[Hansa Rostock]], war verliehen)
 
* [[John Jairo Mosquera]] (von [[SønderjyskE]], war verliehen)
 
 
''(Daten zu Ab- und Zugängen des Sommers 2006 finden sich auf [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Aktuelle Bundesliga-Zug.C3.A4nge|Werder Bremen/Namen und Zahlen]].)''
 
 
=== Aktueller Trainerstab Bundesliga ===
 
{| style="float:right; background-color:transparent;"
 
|[[Bild:Thomas Schaaf.jpg|thumb|135px|Thomas Schaaf]]
 
|[[Bild:Rolff.jpg|thumb|98px|Wolgang Rolff]]
 
|[[Bild:Michael Kraft Gesicht.jpg|thumb|97px|Michael Kraft]]
 
|}
 
{| width="350px"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
!Name
 
!Funktion
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
|[[Thomas Schaaf]] ||align="center"| Chef-Trainer
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
|[[Wolfgang Rolff]] ||align="center"| Co-Trainer 
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
|[[Matthias Hönerbach]] ||align="center"| Co-Trainer
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
|[[Michael Kraft]] ||align="center"| Torwart-Trainer
 
|----- bgcolor="#FFFFFF"
 
|[[Yann-Benjamin Kugel]] ||align="center"| Fitness-Trainer
 
|}
 
<br />
 
 
=== Werder-Trainer seit Bundesligagründung 1963 ===
 
 
''(Ein zeitlicher Überblick ohne Fließtext ist auf [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Trainer seit Gr.C3.BCndung der Bundesliga 1963|Werder Bremen/Namen und Zahlen]] zu finden.)''
 
 
{| class="prettytable" style="text-align:left;"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
!Name
 
!Zeitraum<ref>Zeigler 2006, S. 573</ref>
 
!Bedeutung
 
|-
 
|[[Willi Multhaup]]
 
|1.7.1963 – 30.6.1965
 
|Die erste Saison beendete Werder auf einem unspektakulären zehnten Platz. Bereits in der nächsten Spielzeit führte Multhaup Werder, auch dank der Verpflichtung des Verteidigers Horst-Dieter Höttges und des Stürmers Klaus Matischak, zur völlig unerwarteten Meisterschaft. Trotz dieses großen Erfolges verließ Multhaup nach der Saison den Verein freiwillig und wurde Trainer [[Borussia Dortmund]]s.
 
|-
 
|[[Günter Brocker]]
 
|1.7.1965 – 4.9.1967
 
|Brocker trat das schwere Erbe Multhaups an und schied mit Werder Bremen schon in der zweiten Runde des [[UEFA Champions League|Europapokals der Landesmeister]] aus. Nachdem er die erste Saison relativ erfolgreich auf Platz vier abgeschlossen hatte, wurde in der folgenden Spielzeit unansehnlicher Fußball geboten und als 16. nur knapp die Klasse gehalten, wobei Werder von allen Bundesligisten die wenigsten Zuschauer hatte. Wegen anhaltender Erfolglosigkeit wurde er in seinem dritten Jahr als Werder-Trainer nach drei hohen Auftaktniederlagen entlassen.
 
|-
 
|[[Fritz Langner]]
 
|5.9.1967 – 30.6.1969
 
|Dem bei Schalke 04 entlassenen und wegen seiner harten Trainingsmethoden als „Zuchtmeister“ bekannten Langner gelang die Kehrtwende mit dem Marsch von Platz 18 auf Platz zwei am Saisonende und zuletzt 14 Spielen ohne Niederlage. Nach der weniger erfolgreichen Spielzeit 1968/69, die als 9. mit einer Platzierung im Mittelmaß endete, zog es den „eisernen Fritz“ zum TSV 1860 München.
 
|-
 
|[[Richard Ackerschott]]
 
|10/11.1968 und 6/1969
 
|Am 10., 12. und 13. Spieltag der Saison 1968/69 vertrat der ehemalige Werder-Spieler und Ehrenspielführer Ackerschott den erkrankten Langner. Da Langner am 34. Spieltag derselben Saison zu Vertragsverhandlungen zum TSV 1860 München reisen musste, sprang Ackerschott in der zweiten Halbzeit des kuriosen, mit 6:5 gewonnenen Spieles erneut für ihn ein.
 
|-
 
|[[Fritz Rebell]]
 
|1.7.1969 – 16.3.1970
 
|Fritz Rebell kam vom unterklassigen Verein [[Göttingen 05]] zu Werder Bremen, saß jedoch nur in 22 Ligaspielen auf der Trainerbank. Er selbst sagt über diesen kurzen Ausflug in die Geschehnisse der Bundesliga: „Für einen Mann in meinem Alter war die Bundesliga wohl eine Nummer zu groß.“<ref>Zeigler 2006, S. 90</ref> Seine Spieler mussten ihm des Öfteren vor dem Spiel taktische Tipps geben. Nach den Spielen lobte zum Teil öffentlich Spieler, die nicht auf dem Platz gestanden hatten. Am 14. März 1970 wurde Fritz Rebell entlassen, und Hans Tilkowksi trat seine Nachfolge an.
 
|-
 
|[[Hans Tilkowski]]
 
|17.3.1970 – 30.6.1970
 
|Hans Tilkowski trat noch in der Saison 1969/70 die Nachfolge von Fritz Rebell an. Werder engagierte Tilkowski als Kurzzeittrainer, der Werder bis zum Ende der Saison betreuen sollte, da Robert Gebhardt schon als Nachfolger für die nachfolgende Saison verpflichtet worden war. Am Ende der Saison gab es einen traurigen Abschied für Tilkowski, der gerne Trainer geblieben wäre, aber Platz für seinen Nachfolger machen musste.<ref>Zeigler 2006, S. 91</ref>
 
|-
 
|[[Robert Gebhardt]]
 
|1.7.1970 – 29.9.1971
 
|Robert Gebhardt kam vom MSV Duisburg zum SV Werder Bremen. Am Ende der Saison stand Werder mit 41:40 Toren und 33:35 Punkten auf Platz zehn. Zur neuen Saison verpflichtete Werder unter anderem die Nationalspieler [[Peter Dietrich]] und [[Herbert Laumen]] von [[Borussia Mönchengladbach]], [[Willi Neuberger]] und [[Werner Weist]] von Borussia Dortmund. Mit diesen Spielern erhoffte man sich größere Erfolge als in der Vorsaison. Nach acht Spieltagen jedoch stand Werder mit 15:12 Toren und 8:8 Punkten nur auf Platz sieben der Tabelle und trennte sich am 29. September von Gebhardt.
 
|-
 
|[[Willi Multhaup]]
 
|30.9.1971 – 24.10.1971
 
|Werders Meistertrainer aus dem Jahr 1965 trat erneut an, um dem dauerverletzten Spieler Piontek dabei zu helfen, in die Trainerrolle hineinzuwachsen. Nachdem er Piontek eingearbeitet hatte, der sich noch in seiner Trainerausbildung befand, verließ er den Verein wieder.
 
|-
 
|[[Josef Piontek]]
 
|25.10.1971 – 30.6.1975
 
|Josef "Seppl" Piontek wurde nach seinem Karriereende als Spieler, in der er in 203 Ligaspielen 15 Tore erzielte, in direktem Anschluss Trainer bei Werder Bremen.
 
|-
 
|[[Fritz Langner]]
 
|8.5.1972 - 10.6.1972
 
|In seiner zweiten Amtszeit vertrat Langner den nicht entlassenen Piontek am 31. und 32. Spieltag der Bundesliga, sowie im Halbfinal-Hin- und Rückspiel des DFB-Pokals. Seine Aufgabe, eine trotz millionenschwerer Investitionen verkorkste Saison mit dem Gewinn des DFB-Pokals versöhnlich abzuschließen, konnte der bei den meisten Spielern unbeliebte Trainer nicht erfüllen: Werder unterlag dem 1. FC Kaiserslautern jeweils 1:2.
 
|-
 
|[[Herbert Burdenski]]
 
|1.7.1975 – 28.2.1976
 
|Der Vater des Werder-Torwarts Dieter Burdenski musste den Verein nach nur einem Sieg aus 10 Spielen auf Platz 14 stehend verlassen. Vorher hatte er seiner Mannschaft öffentlich „Landesligaformat“<ref name="Zeigler 2006 H. Burdenski">Zeigler 2006, S. 169 u. 170</ref> bescheinigt und erklärt, man werde „spätestens zum Saisonende die Quittung“<ref name="Zeigler 2006 H. Burdenski">Zeigler 2006, S. 169 u. 170</ref> erhalten.
 
|-
 
|[[Otto Rehhagel]]
 
|29.2.1976 – 12.6.1976
 
|In seiner ersten Amtszeit erhielt Rehhagel einen Vertrag bis zum Tag des letzten Saisonspieles, um den drohenden Bundesligaabstieg zu verhindern, was ihm gelang.
 
|-
 
|[[Hans Tilkowski]]
 
|1.7.1976 – 19.12.1977
 
|Die erste Saison endete im Mittelfeld. In Mitten der zweiten Saison verließ Hans Tilkowski die Mannschaft keine 24 Stunden vor dem DFB-Pokal-Viertelfinale, da ein nicht namentlich bekannter Spieler ihm vorher, entgegen der mannschaftsinternen Absprache, das Ergebnis einer Spielerabstimmung mitteilte, bei der sich drei Viertel aller Spieler gegen Tilkowskis Verbleib ausgesprochen hatten. Da auch der Vorstand vorher informiert war wähnte er sich als Opfer einer Intrige und ging, das Verzichten ausstehender Gehälter in Kauf nehmend.
 
|-
 
|[[Rudi Assauer]]<br />und<br />[[Fred Schulz]]
 
|20.12.1977 - 30.6.1978
 
|Nach der Entlassung Tilkowskis übernahm Manager Rudi Assauer bis zum Saisonende zusätzlich das Training. Da er über keine ausreichende Trainerlizenz verfügte, musste mit Fred Schulz ab dem 1. Januar 1978 zusätzlich offiziell ein [[Strohmann]] engagiert werden, der aber nicht in den sportlichen Bereich eingriff und mit 74 Jahren nominell ältester Trainer der Bundesligageschichte wurde. Das alleinige Engagement Assauers war auf starken Widerstand des DFB gestoßen. Vom den Abstieg bedeutenden 16. Platz konnte sich Werder noch auf Rang 15 vorschieben und einen Abstand von neun Punkten erreichen.
 
|-
 
|[[Wolfgang Weber (Fußballspieler)|Wolfgang Weber]]
 
|1.7.1978 – 29.1.1980
 
|Werder war die erste Trainerstation des ehemaligen Nationalspielers. In seiner letzten Saison wurde er, mit seiner Mannschaft auf dem 15. Platz stehend, entlassen.
 
|-
 
|[[Rudi Assauer]]<br />und<br />[[Fritz Langner]]
 
|29.1.1980 – 31.5.1980
 
|Nach Webers Entlassung sprang erneut Assauer ein, dem am 20. Februar 1980 Fritz Langner als Strohmann zur Seite gestellt wurde, der sich bereits im Ruhestand befunden hatte. Nach der Saison, in der sich die frühe und lange Sperre des Verteidigers Watson negativ ausgewirkt hatte, stieg Werder mit 93 Gegentoren als Tabellenvorletzter ab.
 
|-
 
|[[Kuno Klötzer]]
 
|1.7.1980 – 30.3.1981
 
|Der langjährige Bundesligatrainer übernahm Werder nach dem Abstieg in die zweite Bundesliga, musste das Amt jedoch im Frühjahr 1981 mit der Mannschaft auf Tabellenplatz eins stehend aus gesundheitlichen Gründen niederlegen.
 
|-
 
|[[Otto Rehhagel]]
 
|1.4.1981 – 30.6.1995
 
|Unter Otto Rehhagel gelang Werder der sofortige Wiederaufstieg. Während der vierzehnjährigen Regentschaft ''König Ottos'' gewann Werder den Europapokal der Pokalsieger (1991/92), die deutsche Meisterschaft (1988, 1993), den deutschen Pokal (1991, 1994) sowie den deutschen Supercup (1994). Noch nie blieb ein Bundesligatrainer bis zu diesem Zeitpunkt länger seinem Verein treu als Otto Rehhagel Werder Bremen. 1995 wurde er schließlich vom ärgsten Konkurrenten, Bayern München, abgeworben.
 
|-
 
|[[Aad de Mos]]
 
|1.7.1995 – 9.1.1996
 
|Aad de Mos wurde als international namhafter Trainer in der Hoffnung verpflichtet, an die erfolgreiche Ära Rehhagel anknüpfen zu können, und wurde nach einer erfolglosen Halbserie und Turbulenzen hinter den Kulissen sowie Spannungen mit der Mannschaft entlassen. Er führte erstmals die [[Viererkette]] in Bremen ein und behielt sie trotz eintretender Misserfolge bei.
 
|-
 
|[[Hans-Jürgen Dörner (Fußballspieler)|Hans-Jürgen Dörner]]
 
|14.1.1996 – 20.8.1997
 
|Unter Dixie Dörner vermied Werder zunächst den Abstieg und erreichte in der darauf folgenden Saison Platz acht, allerdings ohne nachhaltige Hoffnungen auf neue Erfolge zu wecken. Nach einem misslungenen Saisonstart wurde er 1997 entlassen.
 
|-
 
|[[Wolfgang Sidka]]
 
|21.8.1997 – 21.10.1998
 
|Sidka war zunächst Co-Trainer von Dixie Dörner und anfangs mit dem Team relativ erfolgreich. Er verpasste nur relativ knapp einen UEFA-Pokal-Platz in der Saison 1997/98, erreichte diesen aber über den UI-Cup. Nachdem sich zu Beginn der Bundesligasaison 1998/99 jedoch andeutete, dass auch unter ihm kein sichtbarer Fortschritt in puncto Spielkultur und Erfolg erreicht werden würde, und Werder nach  dem achten Spieltag auf dem letzten Tabellenplatz stand, wurde er ebenfalls entlassen.
 
|-
 
|[[Felix Magath]]
 
|22.10.1998 – 9.5.1999
 
|Magath verordnete Werder eine defensive Spielweise und führte die abstiegsgefährdete Mannschaft bis zur Winterpause immerhin auf Platz neun. Anschließend jedoch gerieten seine umstrittenen Trainings- und Menschenführungsmethoden in die Kritik; er überwarf sich mit mehreren langgedienten Spielern, verzichtete auf den Publikumsliebling und späteren Torschützenkönig Aílton und gewann mit Werder nur eines der ersten zwölf Rückrundenspiele, so dass Werder erneut in akute Abstiegsgefahr geriet und vier Spieltage vor Saisonende, punktgleich mit dem Tabellensechzehnten, die Trennung erfolgte.
 
|-
 
|[[Thomas Schaaf]]
 
|seit dem 10.5.1999
 
|Inzwischen ist Schaaf nach Otto Rehhagel der erfolgreichste Werdertrainer. Er verhinderte 1998/99 in kurzer Folge den drohenden Abstieg und gewann den DFB-Pokal. Anschließend entwickelte der ehemalige Spieler und Nachwuchstrainer eine spielstarke Mannschaft und etablierte Werder mit dem Gewinn des Doubles 2003/04 als Höhepunkt in der Bundesligaspitze. Anschließend gelang es ihm mit Werder auch international erfolgreich zu sein. Zudem gewann Werder mit Schaaf im Jahr 2006 den Ligapokal. Als Basis des Erfolgs gilt besonders seine enge Zusammenarbeit mit Sportdirektor [[Klaus Allofs]], seinem ehemaligen Teamkollegen als Werderspieler.
 
|}
 
 
== Amateur- und Jugendfußball ==
 
=== Werder Bremen II / Werder Bremen Amateure ===
 
''(Der aktuelle Kader der Regionalligamannschaft Werder Bremens findet sich unter [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Aktueller Regionalligakader|Werder Bremen/Namen und Zahlen]].)''
 
 
Werders zweite Mannschaft spielt in der [[3. Liga (DFB)|dritten Liga]]. Trainiert werden die Amateure seit 2002 vom langjährigen ehemaligen Werderprofi [[Thomas Wolter]]. Die größten Erfolge sind das Erreichen der [[Deutsche Amateurmeisterschaft (Fußball)|Amateurmeisterschaften]] in den Jahren 1966, 1985 und 1991. Werder ist damit zusammen mit [[Hannover 96]] und dem [[SC Jülich 1910]] am häufigsten Amateurmeister geworden. Insgesamt 20 mal gewann Werders U-23 seit 1969 den [[Verbandspokal (Fußball)|Landespokal]] und qualifizierte sich damit für die erste DFB-Pokalhauptrunde. In dieser besiegte die Mannschaft [[DFB-Pokal 2007/08|2007/08]] überraschend den Aufstiegsanwärter [[1. FC Köln]] nach einem Rückstand von 0:2 noch mit 4:2 nach Verlängerung. In der Saison [[Fußball-Regionalliga 2006/07|2006/07]] spielte die U-23 lange gegen den Fall in die Viertklassigkeit und erreichte schließlich mit vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge den achten von neunzehn Tabellenplätzen. Während der Spielzeit [[Fußball-Regionalliga 2006/07|2007/08]] wurde der 5. Platz erreicht, womit man sich als eine von drei 2. Mannschaften (neben Bayern München II und dem VfB Stuttgart II) für die neue [[3. Liga (DFB)|dritte Liga]] qualifiziert hat.<ref>[http://www.dfb.de/index.php?id=505720&action=showDay&lang=D&liga=bl3m&saison=08&saisonl=2008&spieltag=1&cHash=6bb4eacd14 dfb.de->Die Ligen->3. Liga->Saison 2008/2009]</ref> Die Spielstätte, [[Weserstadion Platz 11]], soll dafür mit zusätzlichen Flutlichtmasten ausgerüstet werden. Ein Zweitligaaufstieg blieb trotz mehrmaligen Erreichens der dafür notwendigen Platzierungen in der Vergangenheit verwehrt, da nur eine Mannschaft pro Verein im bezahlten Fußball spielen darf.
 
 
Immer wieder schaffen Spieler aus der Jugend und der Amateurmannschaft den Sprung in die Profimannschaft. Der vereinsinterne Rekordtorschütze [[Marco Bode]] kam ebenso aus der Amateurmannschaft wie der spätere Europameister [[Dieter Eilts]] oder [[Thomas Schaaf]]. Von den heute aktiven Werderprofis kommt [[Aaron Hunt|Hunt]] aus der eigenen Jugend. Darüber hinaus haben [[Martin Harnik]], Kevin Artmann und der an [[Hansa Rostock]] ausgeliehene [[Kevin Schindler]] Profiverträge erhalten. Harnik und Artmann stehen aber gleichzeitig noch im Kader der Amateure und werden primär dort eingesetzt.
 
 
Werders dritte Mannschaft, die U-21, spielt in der Verbandsliga und erreichte in den Jahren von 2004 bis 2007 Platzierungen zwischen dem dritten und fünften Rang. Nachdem im Jahr 2007 den beiden an Rang eins und zwei liegenden Vereinen [[Bremer SV]] und [[FC Bremerhaven]] die Lizenz für die [[Fußball-Oberliga Nord|Oberliga Nord]] im Gegensatz zu Werders dritter Mannschaft verwehrt worden war, hätte diese statt dessen aufsteigen können, verzichtete aber darauf. Trotz dessen ist Werder Bremen III die am höchsten spielende aller dritten Mannschaften in Deutschland.
 
 
Daneben gibt es im Amateurbereich neben weiteren Jugendmannschaften mit den „4.&nbsp;Herren“, den „5.&nbsp;Herren“ und der „Ü&nbsp;32&nbsp;- Alte&nbsp;Herren“ drei weitere Männermannschaften.
 
 
=== Jugendfußball ===
 
Im Jugendbereich stellt Werder bei den männlichen Junioren für die [[Altersklasse (Fußball)|Altersklassen]] A- bis G-Jugend Mannschaften.
 
 
Die A-Junioren spielten [[U19-Bundesliga 2007/08|2007/08]] in der [[U19-Bundesliga]] und treten die Saison als Vorjahresstaffelsieger in der ''Gruppe Nord/Nordost'' an. 1999 wurde mit dem Gewinn der [[Deutsche Jugendmeisterschaft (Fußball)|Deutschen Jugendmeisterschaft]] der bisher größte Erfolg erzielt. 1994 unterlag die Mannschaft den Junioren Borussia Dortmunds, die zwischen 1994 und 1998 die Meisterschaft gewannen, im Endspiel mit 3:2. Spielklasse der B-Junioren war [[U17-Bundesliga 2007/08|2007/08]] die [[U17-Bundesliga]].
 
 
== Frauenfußball ==
 
=== Geschichte ===
 
Anfang des Jahres 2007 gründete der SV Werder erneut eine Frauenfußballabteilung. Bereits Anfang der 1970er Jahre bestand eine Frauenmannschaft, die 1974 in der Endrunde zur ersten deutschen Meisterschaft mitspielte. Sie wurde jedoch nach wenigen Jahren aufgelöst, und in der Folgezeit hat es der Verein immer wieder abgelehnt, eine neue Frauenmannschaft zu gründen. Begründet wurde dies mit Platzmangel auf dem Gelände der Pauliner Marsch. Im Herbst 2006 bat der Bremer Fußballverband den Verein, eine Frauenabteilung zu gründen, um die Abwanderung von talentierten Spielerinnen ins niedersächsische Umland einzudämmen.<ref>werder.de: [http://www.werder.de/sportarten/frauenfussball/index.php Frauenfußball - Warum erst jetzt?]</ref>
 
 
In der Saison 2007/08 haben eine Frauen- und eine B-Juniorinnen-Mannschaft den Spielbetrieb aufgenommen. Beide Mannschaften wurden in Zusammenarbeit mit dem Bremer Fußballverband aus den leistungsstärksten Spielerinnen aus Bremen und Umgebung gebildet. Verantwortlich für die Frauenfußballabteilung ist Birte Brüggemann. Trainiert wird die Frauenmannschaft von Frank Schwalenberg, der bereits beim [[FSV Frankfurt]] eine [[Fußball-Bundesliga (Frauen)|Bundesligamannschaft]] trainiert hat. Die Mannschaften spielen  auf dem Gelände der [[Universität Bremen]]. Die Mannschaft startete in der Verbandsliga Bremen an, der Verein hat sich das Ziel gesetzt, binnen vier Jahren in die [[2. Fußball-Bundesliga (Frauen)|2. Bundesliga]] aufzusteigen.
 
 
Über 300 Spielerinnen hatten sich um einen Platz im Kader der Mannschaft beworben. Am 8. Mai 2007 wurden die zwei Teams der Presse vorgestellt. Zur Frauenmannschaft gehören Britta und Lara Möhlmann sowie Eva-Marlen Votava, die Töchter der ehemaligen Werder-Profis [[Benno Möhlmann]] und [[Mirko Votava]]. In der ersten Saison konnte die Mannschaft alle Saisonspiele gewinnen und wies ein Torverhältnis von 162:0 auf.<ref>werder.de: [http://www.werder.de/sportarten/frauenfussball/aktuelles.php?start=5 Werder schließt Saison ohne Gegentreffer ab]</ref> In der Aufstiegsrunde zur [[Fußball-Regionalliga Nord (Frauen)|Regionalliga Nord]] traf man auf den [[Niendorfer TSV]] (Hamburg) (2:1) sowie den [[Ratzeburger SV]] (Schleswig-Holstein) (1:1) und qualifizierte sich, begünstigt durch einen Sieg des Ratzeburger SVs über den Niendorfer TSV, für die höhere Liga.
 
 
Ab der Saison 2008/09 wurde eine zweite zweite Frauenmannschaft gemeldet. Diese startete wie die erste Mannschaft in der Verbandliga Bremen und soll als Ausbildungsteam für die Regionalliga die Jugendarbeit weiter stärken.
 
 
=== Nachwuchsarbeit ===
 
Die Trainerin Birte Brüggemann(36) betreut zur Zeit rund 21 Spiellerinnen. Zuletzt kamen rund 10 neue Spielerinnen zu Werders weiblichen U17, darunter Franziska Nagel vom [[FC Oberneuland]] und Claudia Reller vom [[FC Huchting]].
 
Die weibliche U17 wird in einer C-Junioren-Staffel ausschließlich gegen Jungenmannschaften antreten, da es in der Altersklasse nur 7er-Staffeln gibt.<ref>werder.de: [http://www.werder.de/sportarten/frauenfussball/b-juniorinnen/index.php B-Juniorinnen treten gegen Jungs an.]</ref>
 
 
== Struktur und Organisation ==
 
 
''(Namensangaben zu allen Inhabern der Positionen finden sich auf [[Werder Bremen/Namen und Zahlen#Vereinsführung|Werder Bremen/Namen und Zahlen]].)''
 
 
Der Gesamtverein untergliedert sich seit dem Beschluss der Mitgliederversammlung vom 27. Mai 2003 in den gemeinnützigen ''Sportverein „Werder“ von 1899 e.&nbsp;V.'', der den Amateursportbereich leitet, und das Wirtschaftsunternehmen ''Werder Bremen GmbH & Co. KGaA'', zu dem  die Profimannschaften aller Abteilungen und Sportarten, soweit vorhanden, gehören. Einziger und damit Komplementärgesellschafter der [[GmbH]] ist der e.&nbsp;V., der das gesamte Vermögen einbringt und 100 % Anteilseigner der [[Kommanditgesellschaft auf Aktien]] ist.<ref name="werder.de">werder.de: [http://www.werder.de/klub/struktur.php# ''Die Vereinsstruktur von Werder Bremen'']</ref> Der Umsatz des Unternehmens belief sich 2006 auf die interne Rekordsumme von 85&nbsp;Millionen&nbsp;Euro und stellt damit eine Steigerung von gut zehn&nbsp;Prozent gegenüber dem bis dahin umsatzstärksten Vorjahr mit 77&nbsp;Millionen&nbsp;Euro dar.<ref>kicker Sonderheft - Bundesliga 07/08, Seite 25.</ref> In der zweiten Hälfte der Saison 2006/07 kam es zu einer weiteren Steigerung, so dass während dieser Spielzeit erstmals die Grenze von 100 Millionen Euro übersprungen werden konnte.<ref>Werder - Spezial Saison 2007/08, Nr. 210, Seite 3.</ref> Die Kosten des Fußball-Lizenzspielerkaders haben nach 25 Millionen Euro drei Jahre zuvor für die Saison 2007/08 mit 35 Millionen Euro ihren bisherigen Höchststand erreicht.<ref>„''Wer(der) wird Millionär?''“, kicker, Champions League, S. 18, Hans-Günter Klemm, 13. August 2007, Nr. 66</ref>
 
 
=== Sportverein „Werder“ von 1899 e.&nbsp;V. ===
 
Der Sportverein besteht aus den Organen Präsidium, Ältestenrat, Wahlausschuss und Vereinsjugendvertretung. Der e.&nbsp;V. setzt sich aus den amateursportlichen Abteilungen Schach, Handball, Turnspiele und Gymnastik, Fußball, Tischtennis und Leichtathletik zusammen.
 
==== Präsidium ====
 
Das geschäftsführende Präsidium, also der Vorstand des Vereins, besteht aus dem Präsidenten ([[Klaus-Dieter Fischer]]), dem Vizepräsidenten ([[Hubertus Hess-Grunewald]]) sowie dem Schatzmeister ([[Axel Plaat]]). Es wird auf Vorschlag des Wahlausschusses von der Mitgliederversammlung gewählt. Mitglieder des Präsidiums sind neben den sechs Leitern der einzelnen Abteilungen auch der Jugend- und der Sportreferent.
 
In den Sitzungen des Gesamtpräsidiums sind außerdem die beiden vom Präsidium in den identischen Aufsichtsrat der GmbH und der KGaA Entsandten sowie ein Mitglied des Ältestenrates anwesend.
 
Zu den durch das Präsidium ausgeführten Gesellschafterrechten des Vereins gehört die Benennung und Delegierung eines Mitgliedes des Vorstandes zum Geschäftsführer des Bereiches „Leistungszentrum Fußball/ andere Sportarten“ (Fischer), die Benennung und Entsendung von zwei der sechs Aufsichtsratmitglieder sowie die formelle Ernennung der anderen Aufsichtsratmitglieder, die auf der Hauptversammlung der GmbH & Co. KGaA gewählt werden.<ref name="werder.de">werder.de: [http://www.werder.de/klub/struktur.php# ''Die Vereinsstruktur von Werder Bremen'']</ref>
 
 
==== Ältestenrat, Wahlausschuss und Vereinsjugendvertretung ====
 
Die Aufgabe des ''Ältestenrates'' ist neben der „Wahrung und Förderung der Tradition und des Ansehens des Vereins“<ref name="werder.de">werder.de: [http://www.werder.de/klub/struktur.php# ''Die Vereinsstruktur von Werder Bremen'']</ref> die Annahme von und die Entscheidung über Vereinsausschlüsse, wenn Widerspruch eingelegt worden ist. Der aus den sechs Abteilungsleitern und sieben Mitgliedern des Ältestenrates bestehende ''Wahlausschuss'' schlägt auf der Mitgliederversammlung die Kandidaten für den Vereinsvorstand oder dessen Wiederwahl sowie Bewerber für den Aufsichtsrat der GmbH & Co. KGaA vor. Die ''Vereinsjugendvertretung'' besteht neben dem Jugendreferenten aus jeweils einem  Jugendwart und Jugendsprecher pro Abteilung. Ihre Aufgabe ist die „Wahrnehmung der Interessen der jugendlichen Vereinsmitglieder“<ref name="werder.de">werder.de: [http://www.werder.de/klub/struktur.php# ''Die Vereinsstruktur von Werder Bremen'']</ref>.
 
 
=== Werder Bremen GmbH & Co. KGaA ===
 
Zum sportlichen Aufgabenbereich gehören die Profi-Fußballmannschaft, die 1. Herrenmannschaften im Tischtennis und Schach sowie die erste Damenmannschaft im Handball. Außerdem wird das ''Nachwuchsleistungszentrum Fußball'' betrieben.
 
==== Aufsichtsrat ====
 
Der Aufsichtsrat für die GmbH und die KGaA ist identisch besetzt und besteht aus sechs Personen, von denen zwei vom Präsidium bestimmt und vier auf der Hauptversammlung der KGaA gewählt werden. Vorsitzender ist der frühere Werder-Manager und Bremer Bildungs- und Innensenator und heutige UN-Sonderbeauftragte für Sport und Entwicklung [[Willi Lemke]] ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]), Schatzmeister Hubertus Hess-Grunewald sein Stellvertreter. Die weiteren Mitglieder sind [[Werner Brinker]], Gunnar Lübben-Rathjen, [[Hans Schulz (Fußball)|Hans Schulz]] und [[Günter Schulze]]. Da der e.&nbsp;V. in den Haupt- und Gesellschafterversammlungen die alleinige Mehrheit hat, befinden dessen Mitglieder über den Vorschlag ihres  Wahlausschusses. Diese Entscheidung ist für das Präsidium bindend. An eventuelle zukünftige Teilhaber und Investoren dürfen bis zu zwei Sitze im Aufsichtsrat übertragen werden.
 
 
==== Geschäftsführung ====
 
Die Geschäftsführung besteht aus vier Mitgliedern, von denen einer vom Präsidium, die restlichen vom Aufsichtsrat benannt werden. Einer der vom Aufsichtsrat Benannten wird leitender Geschäftsführer; dies ist seit 2004 [[Jürgen L. Born]], der für die Finanzen und die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist. Geschäftsführer im Bereich des Profifußballs ist [[Klaus Allofs]], Manfred Müller im Bereich Marketing und Management sowie Klaus-Dieter Fischer, als vom Präsidium bestelltes Mitglied, „Geschäftsführer Leistungszentrum Fußball und andere Sportarten“.<ref name="werder.de">werder.de: [http://www.werder.de/klub/struktur.php# ''Die Vereinsstruktur von Werder Bremen'']</ref>
 
 
== Stadion und Infrastruktur ==
 
[[Bild:Weserstadion-von-suedwesten.jpg|thumb|150px|Südseite]]
 
[[Bild:Weserstadion Nordseite.JPG|thumb|150px|Nordseite mit ''Wuseum'']]
 
[[Bild:Weserstadion (Lage).png|thumb|150px|Lage der Stadien in Bremen]]
 
''(siehe Hauptartikel: [[Weserstadion]] und [[Weserstadion Platz 11]])''
 
 
Seit 1930 tragen die Fußballer Werder Bremens und dessen Vereinsvorläufer ihre Heimspiele im 1909 erbauten Bremer [[Weserstadion]] aus. Es wurde 1926, nach dem ersten Umbau, vorübergehend nach seinem Erbauer, dem ''Allgemeinen Bremer Turn- und Sportverein'', in ''ABTS-Kampfbahn'' umbenannt und trägt seit 1930 wieder den heutigen Namen, der sich vom Standpunkt des Stadions am [[Weser]]ufer ableitet. Nach mehreren Erweiterungen und dem Absenken des Spielfeldes liegt das Fassungsvermögen  bei insgesamt 43.087 Zuschauern. 25.800 der 32.187 Sitz- und 8.700 der 10.900 Stehplätze sind überdacht. Das nahe dem Stadtzentrum gelegene Stadion ist über die [[Bundesautobahn 1|A 1]] und die [[Bundesautobahn 27|A 27]], letztlich aber nur über eine einzige Straße, den Osterdeich, zu erreichen. Wegen zahlreicher Anwohnerproteste werden sowohl der Osterdeich als auch alle angrenzenden Straßen im benachbarten Wohngebiet an Spieltagen für den Autoverkehr gesperrt. Auch die zum Weserstadion gehörenden Parkplätze können nur von Inhabern spezieller Parkberechtigungen angefahren werden. Dafür wird ein ausgedehnter Shuttleservice mit zahlreichen Straßenbahnen und Bussen angeboten, der für Inhaber von Eintrittskarten kostenlos ist. Diese von vielen, unter anderem mit [[Franz Beckenbauer]] dem Präsidenten des FC Bayern München, als unzureichend kritisierte Stadionanbindung wird oftmals als Begründung dafür angegeben, warum das hochmoderne Stadion bei Länderspielen der Fußball-Nationalmannschaft übergangen wird und bei der WM 2006 nicht als Austragungsort ausgewählt wurde.
 
 
Auf dem Gelände des Weserstadions liegen außer den Trainingsbereichen der Profis die Plätze, die von der Amateurmannschaft genutzt werden, sowie das direkt im Schatten der Zuschauertribüne gelegene Stadionbad. Bei starkem Publikumsinteresse, zumeist bei Partien gegen ehemalige Bundesligisten, verlegt diese ihre Spiele vom sonst genutzten 5500 Zuschauer fassenden [[Weserstadion Platz 11]] ebenfalls ins Weserstadion. Die Geschäftsstelle und Verwaltung Werder Bremens befinden sich ebenso im Weserstadion, wie das ''SportHep'', eine Arztpraxis und ein Fanshop.
 
 
Im Dezember 2004 wurde innerhalb des Stadions das ''Werder-Bremen-Museum'' (kurz: ''Wuseum'') eröffnet. Dort sind Replikate der [[Meisterschale]] und des [[DFB-Pokal]]s sowie seltene Plakate, Fotos und andere Ausstellungsstücke zu besichtigen.
 
[[Bild:Weserstadion(2).jpg|thumb|left|150px|Blick von der ''Westkurve'']]
 
Ein weiterer Umbau des Stadions in ein reines Fußballstadion ohne Leichtathletikbahn, dessen Kosten anfangs bei 40 bis 50 Millionen Euro angesetzt wurden, sollte die Kapazität auf ungefähr 50.000 Plätze erhöhen. Dafür sollten die Nord- und Südgeraden näher an das Spielfeld herangeführt und die Ost- und Westkurve von Innen gesehen direkt am Spielfeld enden, wodurch das Stadion von innen wie ein Rechteck erscheint. Von Außen jedoch sollte die derzeitige Oval-Form beibehalten werden. Zusätzlich sollte ein dritter Rang auf das Stadion gesetzt werden und die Flutlichtmasten im Dach integriert werden. Nach dem Ausbau sollte die gesamte Tribüne überdacht sein. Auf diesem Dach sollten Solarzellen in der Größenordnung von 17.000–20.000 m² angebracht werden.<ref>Werder.de: [http://www.werder.de/aktuelles/news/meldung.php?id=10013 Werder Bremens Präsentation der Umbaupläne des Weser-Stadions]</ref> Die Baudeputation Bremens stimmte am 12. April 2007, wie der Bremer Senat fünf Tage später, für den Umbau. <ref>radiobremen.de: [http://www.radiobremen.de/tv/buten-un-binnen/news.php3?d=12&m=04&j=07 Meldung Radio Bremens zum Stadionausbau vom 12.4.2007]</ref><ref>Verlagsgruppe Kreiszeitung: [http://syke.mzv.net/news/stories/werder/?id=85418 Bericht der Syker Kreiszeitung vom 18.4.2007 über den Stadionumbau.]</ref> Nachdem im Juli 2007 deutlich wurde, dass die Kosten dieser Maßnahmen unter anderem wegen gestiegener Stahlpreise bei über 75 Millionen statt wie angenommen 50 Millionen Euro liegen würden und die logistische Machbarkeit von Manfred Müller in Abrede gestellt wurde, beschlossen die ''Bremer Weserstadion Gesellschaft'' und Werder Bremen, den Ausbau in zwei Schritten zu vollziehen. Damit wird vorerst die ovale Innenform beibehalten und es werden zunächst keine VIP-Logen in der Westkurve gebaut, um 15 bis 20 Millionen Euro zu sparen. Zur Finanzierung hält Müller auch einen Verkauf des Stadionnamens für möglich.<ref>''„Weserstadion behält seine Kurven - Werder dampft die bisherigen Planungen für den Umbau ein/ Kosten waren davongelaufen“'', [[Weser-Kurier]], BREMEN, S. 7, Volker Junck, 17. Juli 2007. </ref>
 
 
 
Der Bauantrag für die erste Stufe der Umbaumaßnahmen soll im September 2007 gestellt werden; die Maßnahmen sollen im August 2008 und aufgrund der durch die Europameisterschaft verursachten langen Pause rechtzeitig zur Saison 2008/09 abgeschlossen sein.
 
 
== Zuschauer und Fans ==
 
{| class="prettytable float-right" style="text-align: right;"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
 
! style="text-align: center;" | Saison
 
! style="text-align: center;" | Ø&nbsp;Zuschauer<span style="font-weight: normal;"><ref name="http://www.weltfussball.de">[http://www.weltfussball.de/zuschauer.php?Thema=3&Liga=1 Angaben zu den Zuschauerzahlen aller Bundesligisten seit 1963/64 im Saisonschnitt]</ref></span>
 
! style="text-align: center;" | Dauerkarten
 
! style="text-align: center;" | [[Bild:SV-Werder-Bremen-Logo.svg|12px]]-Mitglieder<span style="font-weight: normal;"><ref>Zeigler 2006, S. 539ff</ref></span>
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 1999/2000|1999/00]]
 
| 29.834
 
| 20.125
 
| 2.980
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 2003/04|2003/04]]
 
| 37.666
 
| 20.000
 
| 5.700
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 2004/05|2004/05]]
 
| 39.579
 
| 25.000
 
| 15.000
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 2005/06|2005/06]]
 
| 36.928
 
| 25.000
 
| 21.000
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 2006/07|2006/07]]
 
| 39.715
 
| 25.000
 
| 23.500
 
|-
 
| [[Fußball-Bundesliga 2007/08|2007/08]]
 
| 40.267
 
| 25.000
 
| 30.266<!-- Letzter Stand (4. August 2007 vor Beginn der Pflichtspielsaison. Nicht mehr ändern. -->
 
|}
 
Seit der Saison 1999/2000 ist ein stetiger Zuwachs der Zuschauerzahlen Werder Bremens bei Heimspielen zu verzeichnen, der lediglich vom Jahr 2005/06 unterbrochen wurde, als Umbaumaßnahmen durchgeführt wurden. Lag der Schnitt 1999/2000 noch bei 29.834 Besuchern, waren es in der Doublesaison 2003/04 bereits 37.666 und 2006/07 39.715. Auch die Zahl der verkauften Dauerkarten stieg deutlich an: Waren es 2003/04 noch 20.000, stoppte der Verein in den folgenden vier Jahren den Absatz vor Ligabeginn bei 25.000 Stück, um die Spiele „nicht zu geschlossenen Veranstaltungen werden“ zu lassen, wie von Geschäftsführer Manfred Müller ansonsten befürchtet.<ref>fussball24.de: [http://www.fussball24.de/fussball/1/7/38/15617-werder-bremen-setzt-24-000-dauerkarten-ab Bericht über Werders Dauerkartenverkauf für die Saison 2005/06]</ref> Die Mitgliederzahlen, welche vorher jahrzehntelang zwischen 2.000 und 3.000 lagen, stiegen mit der Rückkehr des Erfolgs unter Trainer Thomas Schaaf deutlich an und verzehnfachten sich von 2.980 Mitgliedern vor der Saison 1999/2000 über 15.000 im Jahr der Meisterschaft auf 30.266 im Jahr 2007. Dazu trug auch eine seit 2003 in den öffentlichen Verkehrsmitteln Bremens dauerhaft betriebene Werbekampagne mit den Slogans „Ich will Dich!“ und „Werde [[Bild:SV-Werder-Bremen-Logo.svg|12px]] Mitglied!“ bei, auf deren Plakaten unter anderem Thomas Schaaf abgebildet ist.<ref>werder-blitz.de: [http://www.werder-blitz.de/images/schaaf140.jpg Bild aus der Werbekampagne für neue Mitglieder mit Thomas Schaaf]</ref><br />Es existieren viele meist kleine Fangruppen mit oftmals zweistelliger Mitgliederzahl, von denen sich einige als der [[Ultrà-Bewegung]] zugehörig bezeichnen und für viele Fan-Choreographien innerhalb des Stadions verantwortlich sind. Diese Fans nutzen meist die Stehplätze in der ''Ostkurve''.
 
Es gab und gibt aber auch in Bremen Probleme mit [[Hooligans]], wie zum Beispiel denen der ''Standarte'', deren Mitglieder dem ehemaligen Bremer Innensenators [[Röwekamp]] ([[CDU]]) nach teilweise einen rechtsextremistischen Hintergrund aufweisen.<ref>gruene-fraktion-bremen.de: [http://www.gruene-fraktion-bremen.de/cms/default/dokbin/166/166705.frage_ueberfall_auf_fanfeier_im_wesersta.pdf Die Bremer Bürgerschaft befasst sich mit dem Überfall auf ''Racaille Verte'' (Sitzungsprotokoll)]</ref> Bei den Tätern, die am 20. Januar 2007 eine Feier zum einjährigen Bestehen der sich selbst als „anti-rassistisch“ und ansonsten unpolitisch bezeichnenden Ultra-Gruppe ''Racaille Verte'' („Grüner Abschaum“) im ''Ostkurvensaal'' überfielen, soll es sich nach Augenzeugenberichten um Mitglieder dieser Gruppierung gehandelt haben.<ref>szenenight.de: [http://www.szenenight.de/news/cityflash-bremen/polizei-ermittelt-gegen-hooligans.html Bericht über den Überfall, Quelle: Radio Bremen und werder.de]</ref><ref>werder-dachverband.de: [http://www.werder-dachverband.de/hornsby.htm „Siegt die Angst im Weserstadion? Mauer des Schweigens nach brutalem Überfall rechter Hooligans auf junge Werder-Fans im Ostkurvensaal“ (Bericht des Weser-Kurier vom 9.2.2007)]</ref>
 
[[Bild:Ostweser.jpg|thumb|150px|Fans in der ''Ostkurve'']]
 
Ihr organisatorisches Talent bewiesen motivierte Werderfans bei zwei Gelegenheiten: Sie wählten die anlässlich der Meisterschaftsfeier 2004 von den [[Original Deutschmacher]]n veröffentlichte Vereinshymne „Lebenslang Grün-Weiß“ in der ZDF-Sendung „Unsere Besten – Jahrhundert-Hits“ auf Platz 29  der Rangliste. Damit ließ das Lied, das auf Platz 51 in die deutschen Single-Charts eingestiegen war, unter anderem die [[Hamburger SV|HSV]]-Hymne „Hamburg, meine Perle“, aber auch Lieder wie „Stille Nacht, heilige Nacht“ oder „Zehn kleine Jägermeister“ von den [[Die toten Hosen|Toten Hosen]] hinter sich.
 
Als am Ende der Saison 2005/06 auf der Homepage des HSV deren „Spieler der Saison“ gewählt wurde, gelang es Anhängern des Nordrivalen Werder Bremen mit Aufrufen und Ketten-E-Mails diese zu torpedieren und zum Abbruch zu bringen: Sie sorgten dafür, dass der ehemalige Werderaner Aílton an der Spitze stand. Er war erst zur Rückrunde ausgeliehen worden und hatte wenig überzeugt: Im letzten, über die direkte Qualifikation zur Champions League entscheidenden Saisonspiel der beiden Vereine gegeneinander, traf er kurz vor Schluss das leere Tor nicht, was für den HSV den Fall auf Rang drei zur Folge hatte.
 
 
== Derbys und Rivalitäten ==
 
=== Rivalität zu Bayern München ===
 
Seit langer Zeit besteht eine über den Wettkampf zweier beliebiger Bundesligisten hinausgehende Konkurrenzsituation zwischen Werder Bremen und dem [[FC Bayern München]]. Dies ist nur zum Teil auf die geographische Lage der beiden Vereine in Nord- und Süddeutschland und die damit verbundenen Vorurteile zurückzuführen. Die Hälfte seiner sechs Vizemeisterschaften erreichte Werder hinter den Bayern, die bei drei der vier Bremer Meisterschaften Zweiter wurden. Während der 1980er und frühen 1990er Jahre, in denen beide Vereine regelmäßig miteinander um den deutschen Meistertitel rangen, wurde dieses Verhältnis zusätzlich durch die starken Antipathien zwischen den Verantwortlichen, [[Uli Hoeneß]] auf Münchener Seite, [[Willi Lemke]] auf Seiten der Bremer, verstärkt. So bezeichnete Lemke Hoeneß als „Totengräber des Deutschen Fußballs“ und sagte im Rückblick, es gäbe „keinen Menschen auf der Welt, der sich immer so negativ über“ ihn „geäußert hat“.<ref>stern.de: [http://www.stern.de/sport-motor/fussball/523581.html?eid=523797 ''Willi Lemke attackiert Hoeneß "Bayern sind doch Pappnasen"'']</ref> Der Anfang der Rivalitäten ist für manche<ref name="abendblatt">abendblatt.de: [http://www.abendblatt.de/daten/2007/03/10/704111.html Hoeneß vor Bayerns Spiel gegen Werder: ''"Wir müssen die niedermachen!"]</ref> der 23. November 1985 als der Tabellenerste Bremen beim direkten Konkurrenten in München spielte: Der Werderaner [[Rudi Völler]] hatte den danach „nur“<ref name="abendblatt">abendblatt.de: [http://www.abendblatt.de/daten/2007/03/10/704111.html Hoeneß vor Bayerns Spiel gegen Werder: ''"Wir müssen die niedermachen!"]</ref> mit gelb bestraften [[Klaus Augenthaler]] umspielt und sich den Ball weit vorgelegt und wurde von diesem daraufhin „ohne Erbarmen“<ref name="abendblatt">abendblatt.de: [http://www.abendblatt.de/daten/2007/03/10/704111.html Hoeneß vor Bayerns Spiel gegen Werder: ''"Wir müssen die niedermachen!"]</ref>, „bösartig“<ref>stern.de: [http://www.stern.de/sport-motor/fussball/523737.html?eid=523797&cp=2 „''Bayern gegen Werder: Das ewige Nord-Süd-Duell''“ (kommentiertes Bild des verletzten Völler)]</ref> oder durch ein „Allerweltsfoul“<ref name="Zeigler 2006, S. 311">Zeigler 2006, S. 311</ref> (Hoeneß) zu Fall gebracht. Nachdem sich Bayerns damaliger Trainer [[Udo Lattek]] über Werders Verletzungsmisere lustig gemacht und der Kommentator des Bayerischen Rundfunks erklärt hatte, der fünf Monate ausfallende Völler sei „dumm gefallen“<ref name="Zeigler 2006, S. 311">Zeigler 2006, S. 311</ref>, folgten die ersten medial ausgetragenen Auseinandersetzungen zwischen Hoeneß und Lemke.
 
Hinzu kommt, dass immer wieder Führungsfiguren Werder Bremens, die sich dort sehr gut entwickelt hatten, von der Weser an die Isar zu den finanziell deutlich potenteren Münchnern wechselten (z.B. Herzog, Basler, Pizarro, Ismael und zuletzt Klose). Auch der Wechsel des Bremer Erfolgstrainers Otto Rehhagel 1995 nach München verstärkte die Abneigung. Als Bayern während der [[Christoph Daum|Daum]]-Affäre im Jahr 2000 in Bremen spielte, wurde Hoeneß, der die Affäre durch Anspielungen ausgelöst hatte, von Teilen der Bremer Anhänger während des gesamten Spieles wüst beschimpft. Nach erneuten gegenseitigen Provokationen 2004 sind die Verantwortlichen wieder an einer professionellen Beziehung der Vereine interessiert.
 
 
=== Das Nord-Derby mit dem Hamburger SV ===
 
Eine traditionelle Rivalität besteht zwischen Werder Bremen und dem [[Hamburger SV]], da beide Vereine um die Rolle des erfolgreichsten Fußballvereins Norddeutschlands streiten. In der Oberliga Nord behielten die Spieler von der Elbe durchgehend die Oberhand, und Werder konnte sich erst in den letzten Jahren vor der Bundesligagründung als dauerhafte Nummer zwei dahinter positionieren. Die Auseinandersetzungen gipfelten am 17. Oktober 1982, als beide Vereine unmittelbar um die Meisterschaft konkurrierten, in dem Tod des Bremer Fans Adrian Maleika, der auf dem Weg zum Auswärtsspiel seines Vereins in der Nähe des [[HSH Nordbank Arena|Volksparkstadions]] war, von Mitgliedern der durch ihr militantes Auftreten berüchtigten Hamburger „Löwen“ durch einen Backsteinwurf auf den Hinterkopf getötet wurde. Vorher war die Gruppe, in der sich der Sechzehnjährige befand, bereits mit Gaspistolen und Leuchtmunition beschossen worden.<ref name="Zeigler 2006, S. 269">Zeigler 2006, S. 269</ref> Im Dezember 1982 wurde daraufhin von 200 Fangruppenmitgliedern beider Vereine in [[Scheeßel]], geographisch von beiden Städten gleich weit entfernt, der ''Frieden von Scheeßel'' geschlossen, wobei auch die damaligen Vereinsverantwortlichen [[Günter Netzer]] und [[Willi Lemke]] anwesend waren.<ref name="Zeigler 2006, S. 269">Zeigler 2006, S. 269</ref>.
 
 
In der Folge entspannte sich die katastrophale Atmosphäre, wenn auch im normaleren Rahmen eine besondere Beziehung zwischen den beiden benachbarten Hansestädten bestehen bleibt. Der Slogan „Die Nummer 1 im Norden“ ist beispielsweise fester Bestandteil in Werders Marketingkonzept.
 
 
=== Andere Rivalitäten ===
 
Eine noch junge und weniger intensive Rivalität besteht zwischen Werder Bremen und dem [[FC Schalke 04]]. Sie ist darauf zurückzuführen, dass unter dem ehemaligen Werder-Spieler und -Manager [[Rudi Assauer]] während dessen Amtszeit als Manager bei Schalke 04 zahlreiche Spieler nach Gelsenkirchen wechselten. Den Bremer Stammtorhütern Oliver Reck (1998) und Frank Rost (2002) folgten nach der Bremer Double-Saison 2004 jeweils ablösefrei der Verteidiger und Nationalspieler [[Mladen Krstajić]] sowie der Torschützenkönig und Publikumsliebling [[Aílton]]. Bei diesen Wechseln spielten auch die Verdienstmöglichkeiten eine Rolle: So erklärte Aílton wörtlich, er könne dort „doppelt soviel verdienen“.<ref>Zeigler 2006, S. 485</ref> Ein Jahr später ging der damalige A-Nationalspieler [[Fabian Ernst]] ebenfalls zu den „Knappen“.
 
 
== Sponsoren ==
 
[[Bild:Citibank-logo.svg|right|thumb|166px|Aktueller Hauptsponsor: Citibank]]
 
[[Bild:Bwin.svg|thumb|166px|War Gegenstand von Gerichtsverhandlungen:<br /> Der ''bwin''-Aufdruck]]
 
In der Saison 1971/72 trat Werder erstmals mit einem Trikotsponsor auf. Dabei handelte es sich um das [[Bremen (Land)|Land Bremen]], das dem Verein für dessen landesfarbene ''Speckflaggentrikots'', den Schriftzug ''Bremen'' auf dem Rücken sowie den Bremer Schlüssel auf der Brust die [[Vergnügungsteuer (Deutschland)|Vergnügungssteuer]] und Steuerschulden erließ und ihn an den Werbeeinnahmen des Stadions beteiligte.<ref>Zeigler 2006, S. 118</ref> Nachdem dieses Verhältnis 1974 endete, war der Fischkonservenhersteller [[Norda]] zwei Jahre später der erste Sponsor aus der privaten Wirtschaft.
 
 
Einzig in der Saison 2001/02 liefen die Spieler danach ohne Haupt- und Trikotsponsor auf, da sich mit keinem Unternehmen geeinigt werden konnte und der Verein sich nicht auf der Basis unterdurchschnittlicher sportlicher Ergebnisse jahrelang binden wollte. Da die Sponsoringrechte zudem der Sportmarketingagentur ISPR übertragen waren, ergab sich hieraus kein finanzieller Verlust.
 
 
Mit Beginn der Saison 2006/07 gab es für Werder Bremen Probleme mit dem damals neu eingestiegenen Trikot- und Hauptsponsor [[Bwin Interactive Entertainment|bwin]]. Grund dafür war dessen privatwirtschaftliche Natur, da durch die Landesministerkonferenz beschlossen worden war, mit Hilfe der Ordnungsbehörden ein Werbeverbot privater [[Sportwetten]]anbieter durchzusetzen. Zudem stammt die Lizenz von ''bwin'' noch aus DDR-Zeiten, weshalb ihre Gültigkeit umstritten ist.
 
Nachdem die Mannschaft beim Ligapokalfinale noch unbeanstandet mit dem ''bwin.de''-Schriftzug aufgelaufen war, folgte eine Zeit der Unklarheit: Am 7. Juli 2006 untersagte das Stadtamt Bremen dem Verein mittels Untersagungsverfügung, mit dem Schriftzug ''bwin.de'' aufzulaufen. Das Verwaltungsgericht Bremen hob diese allerdings nach Widerspruch des Vereins im Juli 2006 wieder auf. Das daraufhin vom Stadtamt angerufene Oberverwaltungsgericht Bremen (OVG) bestätigte am 13. September 2006 das Verbot des Schriftzuges.<ref>[http://www.focus.de/sport/fussball/bundesliga1/sportwetten_nid_35395.html Focus online am 12. September 2006 über den Stand der bwin-Auseinandersetzung.]</ref> <ref name="Focus Online 13.9.2006">[http://www.focus.de/sport/fussball/werder-bremen_aid_24468.html Focus online am 13. September 2006 über den Stand der bwin-Auseinandersetzung und deren Verlauf]</ref> Der Verein beschloss, gegen das Werbeverbot vor dem Europäischen Gerichtshof zu klagen und lief zunächst mit dem Schriftzug ''we win'' oder blanken Trikots auf, da das OVG eine aufschiebende Wirkung des Widerspruchs verneint hatte und der Schriftzug ''bwin.de'' in den meisten anderen Bundesländern ebenfalls verboten worden war.<ref name="Focus Online 13.9.2006">[http://www.focus.de/sport/fussball/werder-bremen_aid_24468.html Focus online am 13. September 2006 über den Stand der bwin-Auseinandersetzung und deren Verlauf]</ref> Das Verwaltungsgericht lehnte einen Eilantrag des Vereins, der das Antreten mit dem Originalschriftzug während der drei letzten Saisonspiele zum Ziel hatte, ab. In dem im März 2007 erfolgten Urteil des Europäischen Gerichtshofes zu privaten Wettanbietern, sah das Gericht, anders als die Vereinsführung, keinen Grund das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes zu korrigieren.<ref>[http://www.ftd.de/sport/195511.html?nv=cd-topnews Financial Times Deutschland am 4. Mai 2007 über die bwin-Auseinandersetzung]</ref> Auf Grund dieser Umstände wurde das Sponsorenverhältnis im Mai 2007 vorzeitig gekündigt.
 
 
Seit 1. Juli 2007 ist das Finanzdienstleistungsunternehmen [[Citibank]] Werders Haupt- und Trikotsponsor. Der bis zum 30. Juni 2010 geltende Vertrag bringt erfolgsabhängig einen jährlichen Betrag zwischen acht und zehn Millionen Euro und liegt damit deutlich über dem Ligaschnitt von ungefähr 5,75&nbsp;Millionen&nbsp;Euro.<ref>kicker Sonderheft - Bundesliga 2007/08, Seite 31</ref> Ausrüsterverträge bestehen mit dem Textilien- und Sportartikelhersteller [[Kappa (Textilmarke)|Kappa]] sowie dem Ballhersteller ''Derbystar''. Im Sommer 2009 wird [[Nike (Unternehmen)|Nike]] Kappa als Ausrüster ablösen. Weitere Verträge mit weniger Finanzvolumen bestehen unter anderem mit der ortsansässigen, das „Fanbier“ ''Haake-Beck 12'' herstellenden Brauerei [[Haake-Beck]], [[Beluga Group|Beluga Shipping]], [[EWE Tel|EWE TEL]] der Schuhhandelskette und ehemaligem Hauptsponsor [[Reno (Schuhhandel)|Reno]] und dem lokalen Energieversorger [[swb AG]]. 
 
 
Überblick über alle Trikot- und Hauptsponsoren des SV Werder Bremen:
 
{| class="prettytable"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
! Zeitraum||Sponsor ||Branche
 
|-
 
|1971 – 1974 ||Land Bremen
 
|-
 
|1976 – 1978 ||[[Heristo|Norda]]|| Fischkonserven
 
|-
 
|1978 – 1981 ||[[Pentax]]|| Fotoapparate
 
|-
 
|1981 – 1984 ||[[Olympia (Büromaschinen)|Olympia]]||Büromaschinen
 
|-
 
|1984 – 1986 ||[[Trigema]]|| Sportbekleidung
 
|-
 
|1986 – 1992 ||Portas|| Küchen- und Türen-Renovierung
 
|-
 
|1992 – 1997 ||[[Winterthur Group|dbv-Winterthur]]||Versicherungen
 
|-
 
|1997 – 2000 ||[[o.tel.o]]||Telekommunikation
 
|-
 
|2000 – 2001 ||[[QSC]]||Telekommunikation
 
|-
 
|2001 – 2002 ||''kein Trikotsponsor''||
 
|-
 
|2002 – 2004 ||Reno||Schuhhandel
 
|-
 
|2004 – 2006 ||[[Kik|KiK]]||Textil-Discount
 
|-
 
|2006 – 2007 ||bwin||Sportwetten
 
|-
 
|2007 – 2011 ||Citibank||Finanzdienstleistungen
 
|}
 
 
== Andere Abteilungen des Vereins ==
 
=== Leichtathletik ===
 
1920 erfolgte die Erweiterung vom Fußball- zum Sportverein mit unter anderem auch einer Leichtathletikabteilung und dementsprechend die Umbenennung in ''Sportverein Werder Bremen von 1899''. Lediglich in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg konnte diese Abteilung einen ähnlich hohen Status wie die Fußballabteilung verzeichnen. Die erfolgreichste Leichtathletin aller Zeiten des Vereins war [[Marga Petersen]]:
 
Sie gewann 1946 die [[Zonenmeisterschaft]] im [[100-Meter-Lauf]] und wurde 1947, 1948, 1949 sowie 1951 ebenfalls Deutsche Meisterin in dieser Disziplin. Mit ihr stellte der Verein 1947 die [[Sportler des Jahres (Deutschland)|Sportlerin des Jahres]]. Die [[4 × 100 m Staffel (Leichtathletik)|4 x 100-Meter-Staffel]] der Damen, neben ihr aus Helga Kluge, Hannelore Mikos und [[Lena Stumpf]] bestehend, gewann bei den Deutschen Meisterschaften 1949 mit damals neuer deutscher Rekordzeit, 1951 konnte der Erfolg wiederholt werden. Lena Stumpf gewann die Deutsche Meisterschaft im [[Fünfkampf (Leichtathletik)|Fünfkampf]] für den Verein 1949, als sie auch zur Sportlerin des Jahres gewählt wurde, und 1951 sowie im Jahr 1950 im Weitsprung. Bei den [[Olympische Sommerspiele 1952|Olympischen Sommerspielen 1952]] gewann Petersen als Teil der 4 x 100-Meter-Staffel die Silbermedaille. Die weniger erfolgreiche Mannschaft der Herren setzte sich in dieser Zeit unter anderem aus Karl Kluge, Fritz Wever und Kurt Bonah zusammen.
 
Weitere große Erfolge blieben in der späteren Geschichte dieser Abteilung aus.
 
Heute setzt die von Christian Schwartin geleitete Abteilung Leichtathletik ihren Fokus größtenteils auf Nachwuchsförderung, wobei im neuen Jahrtausend auch immer wieder Vereinsmitglieder an nationalen und internationalen Endläufen teilgenommen haben.<ref>werder.de: [http://www.werder-online.de/sportarten/leichtathletik/index.php Leichtathletik beim SV Werder Bremen]</ref> So wurde 2007 der in der Altersklasse der B-Jugendlichen startende Michael Kass erstmals in die Deutsche Nationalmannschaft seiner Altersklasse berufen und Stefan Schink gewann 2007 bei den Sperrwerfern den Titel des Norddeutschen Seniorenmeisters.<br /> Darüber hinaus organisiert der Verein jedes Jahr gemeinnützige Veranstaltungen, etwa den ''Run for Help''.
 
 
Die größten Erfolge:
 
*Olympische Spiele: Silbermedaille in der 4 x 100-Meter-Staffel: 1952 (Marga Petersen)
 
*Deutsche Meisterschaft in der 4 x 100-Meter-Staffel: 1949, 1951 (Marga Petersen, Helga Kluge, Hannelore Mikos, Lena Stumpf)
 
*Deutsche Zonenmeisterin: 1946 (Marga Petersen)
 
*Deutsche Meisterin 100-Meter-Lauf: 1947, 1948, 1949, 1951 (Marga Petersen)
 
*Deutsche Meisterschaft im Fünfkampf: 1949 (Lena Stumpf)
 
*Sportlerin des Jahres: 1947 (Marga Petersen), 1949 (Lena Stumpf)
 
 
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|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
!Name
 
!Tätigkeitsbezeichnung
 
|-
 
|Christian Schwarting
 
|Abteilungsleiter
 
|-
 
|Jana Baumann
 
|Jugendleiterin
 
|-
 
|Olaf Kelterborn
 
|Pressewart
 
|}
 
 
=== Handball ===
 
Die Handballabteilung wird seit 1999 von der ehemaligen Olympiateilnehmerin, Nationalspielerin und mehrmaligen Deutschen Meisterin im Handball [[Dagmar Stelberg]] geleitet. Die erste Damenmannschaft ist Bestandteil der Werder Bremen GmbH & Co. KGaA und spielt in der Regionalliga. Außerdem gibt es 15 Jugend- und fünf Senioren-Mannschaften.<ref>werder.de: [http://www.werder-handball.de Die Abteilung Handball des SV Werder Bremen]</ref>
 
 
{| class="prettytable"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
!Name
 
!Tätigkeitsbezeichnung
 
|-
 
|Dagmar Stelberg
 
|Abteilungsleiterin
 
|-
 
|Gunnar Lübben-Rathjen
 
|2. Vorsitzender
 
|-
 
|Elke Humrich
 
|Jugendleiterin
 
|-
 
|Martin Lange
 
|Pressewart
 
|}
 
 
=== Schach ===
 
Die erste Mannschaft der [[Schach]]abteilung Werder Bremens ist Bestandteil der 2003 gegründeten Werder Bremen GmbH&nbsp;&&nbsp;Co.&nbsp;KGaA und spielt in der [[Schachbundesliga|Bundesliga]]. Ihr größter Erfolg war neben dem Pokalsieg 1996 die [[Liste der deutschen Mannschaftsmeister im Schach|Deutsche Meisterschaft]] 2005. Nachdem Werder Bremen die Saison 2004/05 punktgleich mit der [[SG Porz]] abgeschlossen hatte, musste ein Stichkampf zwischen den beiden erstplatzierten Schachmannschaften ausgetragen werden. Dieser fand am 8. Mai 2005, also genau ein Jahr nach dem Sieg der Profifußballmannschaft von Werder bei Bayern München, der den vorzeitigen Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2004 sichergestellt hatte, in den Logen des [[Weserstadion]]s statt. Obwohl deutlich schwächer besetzt, gewann Werder Bremen mit [[Luke McShane]] am Spitzenbrett mit 4,5:3,5 gegen den Favoriten<ref>chessmeridian.de: [http://www.chessmeridian.de/bundesliga/bl_t_team.lasso?year=2004&round=15&t_id=38&p_id=0 SV Werder Bremen 2004/05]</ref>. Das beste Ergebnis der Meistersaison erzielte [[Tomi Nybäck]] mit 10 Punkten aus 13 Partien und [[Gennadij Fish]] mit 11,5 aus 13. Die zweite Schachmannschaft der von Dr.&nbsp;Till Schelz Brandenburg geleiteten Abteilung spielt in der zweiten Bundesliga<ref>www.werder-schach.de [http://www.werder-schach.de Die Schachabteilung bei Werder Bremen]</ref>.
 
 
Die größten Erfolge:
 
*Deutsche Meisterschaft: 2005
 
*Pokalsieg: 1996
 
 
{| class="prettytable"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
!Name
 
!Tätigkeitsbezeichnung
 
|-
 
|Dr. Till Schelz-Brandenburg
 
|Abteilungsleiter
 
|-
 
|Claus Dieter Meyer
 
|Trainer/Sportreferent
 
|-
 
|Rolf Grossjean
 
|Jugendleiter
 
|}
 
 
=== Tischtennis ===
 
Mit dem Umbau von einem reinen Fußball- in einen Sportverein wurde 1920 im ''Sportverein Werder Bremen von 1899'', dem ehemaligen ''FV Werder Bremen'', eine Abteilung für Tischtennis eröffnet, die heute von Werner Meyer geführt wird.
 
 
Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Werder viele Jahre zu den spielstärksten Klubs in Norddeutschland. Bis zum ersten Abstieg 1975 gehörten die Bremer der [[Oberliga Nord]] an. Im Jahr der Einführung [[Tischtennis-Bundesliga]] 1966 wurde die Mannschaft Vierter der Oberliga und konnte damit an der Bundesliga-Qualifikation teilnehmen, dort erreichte man jedoch nur den dritten und letzten Platz in der Gruppe hinter dem [[TSV Milbertshofen]] und dem [[PPC Neu-Isenburg]]. Noch zweimal kamen die Werderaner in die Nähe der Bundesliga: 1968 (hinter dem [[Kieler TTK Grün-Weiß]] und 1973 (hinter dem [[VfL Osnabrück]]) wurde jeweils die Vizemeisterschaft errungen. Nach drei unterklassigen Jahren gelang schließlich 1978 die Rückkehr in das zweitklassige norddeutsche Oberhaus, bevor man 1982 aus der nunmehr "Zweite Bundesliga Nord" genannten Klasse erneut absteigen musste. In den 1980er Jahren pendelten die Bremer dann zwischen Zweit- und Drittklassigkeit.
 
 
Mit der Integration der 1. Herrenmannschaft in die Werder Bremen GmbH & Co. KGaA 2003 wurde die organisatorische Voraussetzung für eine Professionalisierung des Spielbetriebes geschaffen.
 
Die [[Tischtennis]]-Mannschaft der Herren schaffte 2005 nach vielen Jahren in der zweiten Liga den Aufstieg in die [[Tischtennis-Bundesliga|Bundesliga]], stieg aber nach nur einem Jahr wieder in die Zweite Bundesliga ab. 2007 gelang der direkte Wiederaufstieg in die erste Liga. Die zweite Herren-Mannschaft spielt in der [[Oberliga]], die Damen-Abteilung ist in der Landesliga aktiv.
 
 
{| class="prettytable"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
!Name
 
!Tätigkeitsbezeichnung
 
|-
 
|Werner Meyer
 
|Abteilungsleiter
 
|-
 
|Bogdan Tuschik
 
|Pressewart
 
|-
 
|Thorsten Bock
 
|Jugendleiter
 
|}
 
 
=== Turnspiele und Gymnastik ===
 
Die Abteilung ''Turnspiele und Gymnastik'' beinhaltet heute die Sparten [[Korbball]], [[Prellball]], [[Gymnastik]] und Seniorengymnastik. Als erste der genannten Sportarten wurde 1949 die Abteilung Korbball gegründet, nachdem ein Antrag 1946 zunächst abgelehnt worden war. Ab 1951 spielten zwei Frauenmannschaften in der damaligen ''Hallenliga''. Die Frauenmannschaft wurde 1960 Norddeutscher Meister und in den Jahren 1961, 1962, 1964 und 1967 in der Halle Vizemeister. Im Bereich Korbball sollte der SV Werder Bremen später vor allem im Jugendbereich erfolgreich sein, so wurden zwischen 1981 und 1990 in verschiedenen Klassen fünf Meisterschaften gewonnen. Im Laufe der Zeit kamen weitere ähnliche Sportarten hinzu: Bereits 1968 war der Versuch eine Abteilung für Prellball ins Leben zu rufen offiziell am Fehlen einer geeigneten Spielanlage gescheitert. Acht Jahre später war ein erneuter Antrag erfolgreich, da mit dem heutigen Vereinspräsidenten [[Klaus-Dieter Fischer]] ein Prellballspieler Mitglied des Vereinspräsidiums geworden war. Daraufhin wurde die Abteilung ''Turnspiele und Gymnastik'' gegründet, in der neben Prell- und Korbball auch Gymnastik und Seniorengymnastik ausgeübt werden. Seit ihrer Gründung wird diese Abteilung von Meta Finke geführt. Mit dem Bau der noch im gleichen Jahr fertiggestellten Spielstätte ''SV Werder Halle'' wurde 1978 begonnen. 1985/86 und 1987/88 gelang der ersten Prellballmannschaft der Herren der Aufstieg in die erste Bundesliga, dem jeweils ein sofortiger Abstieg folgte. Die Frauen 30 wurden in der Saison 1989/90 Bremer und Norddeutscher Meister. <ref>werder.de: [http://www.werder-online.de/sportarten/turnspiele/prellball/historie.php Von "Maulwurftennisspielern" zu deutschen Meistern]</ref>
 
Darüber hinaus engagiert sich diese Abteilung hauptsächlich im Freizeitsport für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Von allen Vereinsabteilungen hat sie heute am meisten sportlich aktive Mitglieder.<ref>werder.de: [http://www.werder-online.de/sportarten/turnspiele/index.php Die Abteilung Turnspiele/Gymnastik des SV Werder Bremen]</ref>
 
 
Die größten Erfolge der Prellballmannschaften:
 
*Bremer Meister und Norddeutscher Meister, Frauenklasse 30: 1989/90
 
*Kreis- und Landesmeister, Norddeutscher Meister, Deutscher Meister Männerklasse 40: 1982/83 und 1989/90
 
*Deutscher Meister Männerklasse 50: 2005
 
 
Die größten Erfolge der Korbballmannschaften:
 
*Norddeutscher Meister Frauen: 1960 
 
*Norddeutscher Vizemeister Frauen (Halle): 1961, 1962, 1964, 1967
 
*Deutscher Meister Jugend (Halle): 1989
 
*Deutscher Meister Jugend (Feld): 1990
 
*Deutscher Meister Schülerinnen (Feld): 1981, 1985
 
*Deutscher Meister Schülerinnen (Halle): 1985
 
 
{| class="prettytable"
 
|----- style="color:white; background-color:#009C58;"
 
!Name
 
!Tätigkeitsbezeichnung
 
|-
 
|Meta Finke
 
|Abteilungsleiterin
 
|-
 
|Manfred Jacobi
 
|Sportwart
 
|}
 
 
== Literatur ==
 
* [[Arnd Zeigler]]: ''Das W auf dem Trikot - 40&nbsp;Jahre Werder Bremen in der Bundesliga''. 1. Auflage. Edition Temmen, Bremen 2003, ISBN 3-86108-695-6.
 
* Arnd Zeigler: ''Lebenslang grün-weiß''. 1. Auflage. [[Edition Temmen]], Bremen 2006, ISBN 978-3-86108-564-5.
 
* W. Ludwig Tegelbeckers / Dietrich Milles (Hrsg.): ''Quo vadis, Fußball? Vom Spielprozess zum Marktprodukt''. 1. Auflage. Die Werkstatt,  Göttingen 2000, ISBN 3-89533-298-4.
 
* Hans-Joachim Wallenhorst (Red.): ''Werder Bremen - 100&nbsp;Jahre Sport im Rampenlicht''. 1. Auflage. NWD Verlagsgesellschaft, Bremerhaven 1998, ISBN 3-927857-97-1.
 
{{SWD|042019257}}
 
 
== Quellen ==
 
<div class="references-small" style="column-count:2; -moz-column-count:2;">
 
<references />
 
</div>
 
 
== Weblinks ==
 
{{Commonscat|Werder Bremen}}
 
* [http://www.werder.de/index.php Offizielle Webpräsenz des SV Werder Bremen]
 
* [http://fussballdaten.de/vereine/werderbremen/ Werder Bremen bei Fussballdaten.de]
 
* [http://www.weltfussball.de/teams.php?m_id=202/ Werder Bremen bei Weltfussball.de]
 
 
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{{Lesenswert}}
 
 
[[Kategorie:Fußballverein aus Bremen|Werder, Bremen SV]]
 
[[Kategorie:Schachverein|Bremen, SV Werder]]
 
[[Kategorie:Tischtennisverein|Bremen, SV Werder]]
 
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[[Kategorie:Werder Bremen]]
 
 
[[af:SV Werder Bremen]]
 
[[ar:فيردر بريمن]]
 
[[bg:Вердер Бремен]]
 
[[ca:Sport-Verein Werder von 1899 Bremen]]
 
[[cs:SV Werder Bremen]]
 
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[[en:SV Werder Bremen]]
 
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[[ru:Вердер (футбольный клуб)]]
 
[[simple:S.V. Werder Bremen 1899]]
 
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[[tr:Werder Bremen]]
 
[[uk:Вердер (футбольний клуб)]]
 
[[vi:SV Werder Bremen]]
 
[[zh:不来梅沙洲体育俱乐部]]
 

Version vom 26. März 2009, 21:42 Uhr