Josef Piontek: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Josef Emanuel Hubertus Piontek''', genannt ''Sepp Piontek'' (* [[5. März]] [[1940]] in [[Breslau]]), ist ein deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer.
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'''Josef Emanuel Hubertus Piontek''', genannt ''Sepp Piontek'' (* 5. März 1940 in Breslau), ist ein deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer.
  
Piontek, dessen Karriere beim [[VfL Germania Leer]] begann, war als Abwehrspieler von [[Werder Bremen]] im ersten Jahr der neu geschaffenen [[Fußballbundesliga]] dabei. Bereits in den Jahren vor der Fußball-Bundesliga konnte er 1961 als junger Verteidiger den [[DFB-Pokal 1961|DFB-Pokal]] mit den Bremern gewinnen. Er spielte zwischen 1963 und 1972 in 203 Bundesligaspielen für Werder Bremen und erzielte 15 Tore. 1965 wurde er Deutscher Fußballmeister und in seiner erfolgreichsten Saison als Spieler wurde er auch deutscher Nationalspieler. 1965 und 1966 spielte er sechsmal für [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|Deutschland]].
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Piontek, dessen Karriere beim VfL Germania Leer begann, war als Abwehrspieler von [[Werder Bremen]] im ersten Jahr der neu geschaffenen Fußballbundesliga dabei. Bereits in den Jahren vor der Fußball-Bundesliga konnte er 1961 als junger Verteidiger den DFB-Pokal mit den Bremern gewinnen. Er spielte zwischen 1963 und 1972 in 203 Bundesligaspielen für Werder Bremen und erzielte 15 Tore. 1965 wurde er Deutscher Fußballmeister und in seiner erfolgreichsten Saison als Spieler wurde er auch deutscher Nationalspieler. 1965 und 1966 spielte er sechsmal für Deutschland.
  
 
1968 wurde er mit Werder Bremen noch einmal deutscher Vizemeister.
 
1968 wurde er mit Werder Bremen noch einmal deutscher Vizemeister.
Als er 1972 seine aktive Laufbahn beendete, wurde er sofort Trainer beim SV Werder Bremen und blieb bis 1975. Er wechselte dann zu [[Fortuna Düsseldorf]], wurde jedoch zum Ende seiner ersten Saison 1976 entlassen. 1978/79 trainierte Piontek den [[FC St. Pauli]].
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Als er 1972 seine aktive Laufbahn beendete, wurde er sofort Trainer beim SV Werder Bremen und blieb bis 1975. Er wechselte dann zu Fortuna Düsseldorf, wurde jedoch zum Ende seiner ersten Saison 1976 entlassen. 1978/79 trainierte Piontek den [[FC St. Pauli]].
  
Nach einigen Stationen im Ausland wurde er dann ab 1979 für elf Jahre Nationaltrainer von [[Dänische Fußballnationalmannschaft|Dänemark]]. Dänemark hatte zwar immer wieder herausragende Spieler hervorgebracht, die allerdings immer im Ausland spielten, und die dänische Nationalmannschaft war bis zur Einstellung von Josef Piontek eher eine Amateurmannschaft. Piontek reiste quer durch Europa, um sich dänische Spieler anzuschauen und sie in die Nationalmannschaft zu holen. Dem Motivationskünstler Piontek gelang es, die Stars zu überreden, und dies war der Beginn der erfolgreichsten Zeit des dänischen Fußballs.
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Nach einigen Stationen im Ausland wurde er dann ab 1979 für elf Jahre Nationaltrainer von Dänemark. Dänemark hatte zwar immer wieder herausragende Spieler hervorgebracht, die allerdings immer im Ausland spielten, und die dänische Nationalmannschaft war bis zur Einstellung von Josef Piontek eher eine Amateurmannschaft. Piontek reiste quer durch Europa, um sich dänische Spieler anzuschauen und sie in die Nationalmannschaft zu holen. Dem Motivationskünstler Piontek gelang es, die Stars zu überreden, und dies war der Beginn der erfolgreichsten Zeit des dänischen Fußballs.
  
1983 qualifizierten sich Pionteks Dänen für die [[Fußballeuropameisterschaft 1984]] in [[Frankreich]] und erreichten dank eines euphorischen Offensivfußballs das Halbfinale, wo sie erst im [[Elfmeterschießen]] an [[Spanische Fußballnationalmannschaft|Spanien]] scheiterten. Dieser Aufwind des dänischen Fußballs bescherte den dänischen Fans zwei Jahre später die erste Teilnahme an einer [[Fußball-Weltmeisterschaft]]. Unter Piontek wurde die Mannschaft vor [[Deutsche Fußballnationalmannschaft|Deutschland]] Vorrundengruppenerster bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1986]] in [[Mexiko]]. Dabei wurde Deutschland mit 2:0 geschlagen, Piontek ist hiermit der einzige deutsche Trainer, der mit einer Nationalmannschaft Deutschland in einem Pflichtspiel besiegen konnte. Dänemark scheiterte dann allerdings deutlich im Achtelfinale wiederum an Spanien mit 1:5, wobei [[Emilio Butragueño]] mit vier Treffern Pionteks Dänen fast im Alleingang schlug.
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1983 qualifizierten sich Pionteks Dänen für die Europameisterschaft 1984 in Frankreich und erreichten dank eines euphorischen Offensivfußballs das Halbfinale, wo sie erst im Elfmeterschießen an Spanien scheiterten. Dieser Aufwind des dänischen Fußballs bescherte den dänischen Fans zwei Jahre später die erste Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft. Unter Piontek wurde die Mannschaft vor Deutschland Vorrundengruppenerster bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko. Dabei wurde Deutschland mit 2:0 geschlagen, Piontek ist hiermit der einzige deutsche Trainer, der mit einer Nationalmannschaft Deutschland in einem Pflichtspiel besiegen konnte. Dänemark scheiterte dann allerdings deutlich im Achtelfinale wiederum an Spanien mit 1:5, wobei Emilio Butragueño mit vier Treffern Pionteks Dänen fast im Alleingang schlug.
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Außerdem war er einige Zeit lang Nationaltrainer von Haiti. Auch für die Nationalmannschaft der Türkei arbeitete Piontek und gilt am Bosporus als Vater der Erfolge Ende der 90er Jahre.
  
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Außerdem war er einige Zeit lang Nationaltrainer von Haiti. Auch für die [[Türkische Fußballnationalmannschaft|Nationalmannschaft der Türkei]] arbeitete Piontek und gilt am Bosporus als Vater der Erfolge Ende der 90er Jahre.
 
  
 
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Aktuelle Version vom 11. Dezember 2010, 23:40 Uhr

Josef Emanuel Hubertus Piontek, genannt Sepp Piontek (* 5. März 1940 in Breslau), ist ein deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer.

Piontek, dessen Karriere beim VfL Germania Leer begann, war als Abwehrspieler von Werder Bremen im ersten Jahr der neu geschaffenen Fußballbundesliga dabei. Bereits in den Jahren vor der Fußball-Bundesliga konnte er 1961 als junger Verteidiger den DFB-Pokal mit den Bremern gewinnen. Er spielte zwischen 1963 und 1972 in 203 Bundesligaspielen für Werder Bremen und erzielte 15 Tore. 1965 wurde er Deutscher Fußballmeister und in seiner erfolgreichsten Saison als Spieler wurde er auch deutscher Nationalspieler. 1965 und 1966 spielte er sechsmal für Deutschland.

1968 wurde er mit Werder Bremen noch einmal deutscher Vizemeister. Als er 1972 seine aktive Laufbahn beendete, wurde er sofort Trainer beim SV Werder Bremen und blieb bis 1975. Er wechselte dann zu Fortuna Düsseldorf, wurde jedoch zum Ende seiner ersten Saison 1976 entlassen. 1978/79 trainierte Piontek den FC St. Pauli.

Nach einigen Stationen im Ausland wurde er dann ab 1979 für elf Jahre Nationaltrainer von Dänemark. Dänemark hatte zwar immer wieder herausragende Spieler hervorgebracht, die allerdings immer im Ausland spielten, und die dänische Nationalmannschaft war bis zur Einstellung von Josef Piontek eher eine Amateurmannschaft. Piontek reiste quer durch Europa, um sich dänische Spieler anzuschauen und sie in die Nationalmannschaft zu holen. Dem Motivationskünstler Piontek gelang es, die Stars zu überreden, und dies war der Beginn der erfolgreichsten Zeit des dänischen Fußballs.

1983 qualifizierten sich Pionteks Dänen für die Europameisterschaft 1984 in Frankreich und erreichten dank eines euphorischen Offensivfußballs das Halbfinale, wo sie erst im Elfmeterschießen an Spanien scheiterten. Dieser Aufwind des dänischen Fußballs bescherte den dänischen Fans zwei Jahre später die erste Teilnahme an einer Fußball-Weltmeisterschaft. Unter Piontek wurde die Mannschaft vor Deutschland Vorrundengruppenerster bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko. Dabei wurde Deutschland mit 2:0 geschlagen, Piontek ist hiermit der einzige deutsche Trainer, der mit einer Nationalmannschaft Deutschland in einem Pflichtspiel besiegen konnte. Dänemark scheiterte dann allerdings deutlich im Achtelfinale wiederum an Spanien mit 1:5, wobei Emilio Butragueño mit vier Treffern Pionteks Dänen fast im Alleingang schlug.

Sepp Piontek war auch Trainer der Nationalmannschaft von Grönland. Außerdem war er einige Zeit lang Nationaltrainer von Haiti. Auch für die Nationalmannschaft der Türkei arbeitete Piontek und gilt am Bosporus als Vater der Erfolge Ende der 90er Jahre.


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