Felix Magath

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Felix Magath
Magath2.jpg
Spielerinformationen
Geburtstag 26. Juli 1953
Geburtsort Aschaffenburg, Deutschland
Position Mittelfeldspieler
Vereine in der Jugend
1960–1964
1964–1972
VfR Nilkheim
TV 1860 Aschaffenburg
Vereine als Aktiver1
Jahre Verein Spiele (Tore)
1972-1974
1974–1976
1976–1986
Viktoria Aschaffenburg
1. FC Saarbrücken
Hamburger SV
?? (??)
75 (29)
306 (46)
Nationalmannschaft
1977–1986 Deutschland 43 0(3)
Stationen als Trainer
1992–1993
1995–1997
1997–1998
1998–1999
1999–2001
2001–2004
2004–2007
2007–
FC Bremerhaven
Hamburger SV
1. FC Nürnberg
Werder Bremen
Eintracht Frankfurt
VfB Stuttgart
FC Bayern München
VfL Wolfsburg

1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Felix Magath (* 26. Jul 1953 in Aschaffenburg[1]; eigentlich Wolfgang Magath[2]) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Magath ist einer von nur sechs Akteuren in der Geschichte der Fußball-Bundesliga, die sowohl als Spieler als auch als Trainer Deutscher Fußballmeister wurden.


Herkunft

Magaths Mutter stammt aus Ostpreußen, sein Vater kam aus Puerto Rico und leistete in Aschaffenburg seinen Dienst als Soldat der US Army. 1954 ging dieser wieder zurück nach Puerto Rico. Mit 15 begann Magath brieflichen Kontakt zu seinem Vater. Seit einigen Jahren besucht er ihn jährlich in Puerto Rico.[3]

Spielerkarriere

Verein

Magath begann das Fußballspielen 1960 beim VfR Nilkheim, bevor er 1964 zum TV 1860 Aschaffenburg wechselte. 1972 wechselte er erneut, diesmal zum größeren Stadtrivalen Viktoria Aschaffenburg. 1974 erhielt er einen Vertrag beim 1. FC Saarbrücken, der damals in der 2. Bundesliga spielte.

In den 1970er Jahren war er als Profi beim 1. FC Saarbrücken und von 1976 bis 1986 beim HSV aktiv. Als Spielmacher bestritt Magath 306 Bundesligaspiele und schoss 46 Tore. Mit dem HSV wurde er dreimal Deutscher Meister und zweimal Europapokalsieger: 1977 schoss Magath in der Schlussminute das 2:0 gegen RSC Anderlecht im Endspiel um den Europapokal der Pokalsieger. 1983 gewann der HSV unter Trainer Ernst Happel den Europapokal der Landesmeister, wobei Magath im Endspiel gegen Juventus Turin das entscheidende Tor zum 1:0 Endstand erzielte.

Nationalmannschaft

Für die Nationalmannschaft kam er zwischen April 1977 und Juni 1986 43 Mal zum Einsatz (3 Tore). 1980 wurde er Europameister. Bei den Weltmeisterschaften 1982 und 1986 wurde er beide Male Vize-Weltmeister.

Felix Magath (rechts) im Gottlieb-Daimler-Stadion interviewt von Michael Antwerpes, SWR

Trainer/Managerkarriere

Magath übte anschließend beim Hamburger SV und bei Bayer Uerdingen das Amt des Managers aus und war dann als Trainer beim FC Bremerhaven]], HSV, 1. FC Nürnberg, Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, VfB Stuttgart und dem FC Bayern München tätig. Er galt lange Zeit als „Feuerwehrmann“ der Bundesliga. Seine harten Trainingsmethoden gaben Anlass für die Spitznamen „Quälix“ und „Saddam“. Symptomatisch für Magaths Trainingsmethoden dürfte die Aussage seines ehemaligen Spielers Stürmers Jan-Aage Fjörtoft sein, der befand, dass er nicht wisse, "ob Felix Magath die Titanic gerettet hätte. Aber die Überlebenden wären topfit gewesen."

Bis zum 30. Juni 2004 war Magath Teammanager (Trainer und Manager) des VfB Stuttgart, mit dem er 2003 Deutscher Vize-Meister wurde und so in die Champions League einzog. Vom 1. Juli 2004 bis 31. Januar 2007 war er für den FC Bayern München tätig, mit dem er sowohl in der Saison 2004/2005 als auch in der Saison 2005/2006 Deutscher Meister wurde und jeweils auch den DFB-Pokal gewann, ein so genanntes Double-Double, was zuvor noch keinem anderen Verein und Trainer gelang. Seine Verpflichtung wurde am 18. Mai 2004 durch Uli Hoeneß bekannt gegeben.

Am 31. Januar 2007 wurde er nach einem Start in die Rückrunde mit einem Punkt aus zwei Spielen vom FC Bayern München mit sofortiger Wirkung beurlaubt und durch seinen Vorgänger Ottmar Hitzfeld ersetzt, der bis zum Saisonende 2006/2007 als Trainer verpflichtet wurde. Magath arbeitete anschließend als Bundesligakommentator beim Pay-TV-Sender Arena.

Am 30. Mai 2007 wurde bekannt, dass Magath ab 15. Juni 2007, also noch während der laufenden Saison, in Personalunion neuer Geschäftsführer beim VfL Wolfsburg wird. Dies beinhaltet neben dem Trainer- und Sportdirektor-Posten auch die Betreuung des Nachwuchsbereiches sowie des restlichen sportlichen Bereiches. Der Vertrag läuft bis 30. Juni 2010.

Magath ist nach Helmut Benthaus, Jupp Heynckes, Franz Beckenbauer, Matthias Sammer und Thomas Schaaf der sechste Akteur in der Geschichte der Fußball-Bundesliga, der sowohl als Spieler als auch als Trainer Deutscher Fußballmeister wurde.

Erfolge als Trainer

  • DFB-Pokal-Finalist: 1999
  • UI-Cup-Sieger: 2002
  • Fußball-Bundesliga Vize-Meister: 2003
  • DFB-Pokal-Sieger: 2005, 2006
  • Deutscher Meister: 2005, 2006, 2009
  • DFL-Ligapokal-Sieger: 2005
  • DFL-Ligapokal-Finalist: 2006

Persönliche Auszeichnungen als Trainer

Privates

Im Dezember 2003 heiratete Magath zum zweiten Mal. Unter den Hochzeitsgästen befanden sich Magaths erste Frau und seine drei Kinder aus dieser Ehe. Mittlerweile hat er insgesamt sechs Kinder.

Neben dem Fußballspiel begeistert er sich für Schach („Schach ist für mich neben Fußball der schönste Sport, weil es aufgrund der Figuren auch ein Mannschaftssport ist“).

Quellen



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